Es ist nur auf den ersten Blick eine gute Botschaft an die Europäer. US-Außenminister Marco Rubio hat Frankreich, Großbritannien und Deutschland Mut gemacht, sich für eine Lösung des Ukraine-Krieges zu engagieren. Endlich sitzen die Europäer bei dieser für sie existenziellen Frage nicht mehr am Katzentisch, mag der eine oder andere gedacht haben. Doch der Anschein täuscht. Die Wahrheit ist: Die Amerikaner bereiten ihren Abflug aus der Krisendiplomatie vor. „Wenn es nicht möglich ist, den Krieg in der Ukraine zu beenden, müssen wir weiterziehen“, unterstrich Rubio.
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Trump konnte den Ukraine-Krieg noch nicht beilegen
Die freimütigen Worte sind das Eingeständnis, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner vollmundigen Ankündigung, den Krieg „in 24 Stunden“ beizulegen, krachend gescheitert ist. Sein angeblich guter Draht zu Kremlchef Wladimir Putin: macht sich gut in der TV-Show, ist in der Praxis aber wirkungslos.

Der amerikanische Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe prallte am grenzenlosen Zynismus des russischen Präsidenten ab. Moskau will erst die „Grundursachen“ des Konflikts regeln. Will sagen: Entmilitarisierung der Ukraine, Entlassung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj („Entnazifizierung“), Installierung eines russlandfreundlichen Regimes in Kiew und Rückabwicklung der Nato-Osterweiterung.
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Trump will sich aus dem Staub machen
Das nicht erkannt zu haben, ist eine Bankrotterklärung der amerikanischen Diplomatie. Trump will sich aus dem Staub machen, nachdem er sich vorher einen lukrativen Rohstoff-Deal in der Ukraine unter den Nagel gerissen hat. Die Europäer müssen nun die Scherben aufkehren. Sie sind zur Geschlossenheit verdammt. Es kommt vor allem auf diplomatische Stärke und Investitionen in maximale Verteidigungsfähigkeit an.





