Die Ackerböden sind trocken und der Wald ebenso: Bauern und Waldbesitzer kämpfen mit den anhaltenden Trockenperioden. Das Frühjahr 2025 ist das bislang trockenste seit Auswertungsbeginn, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wie schlimm ist die Situation wirklich?
Pflanzen brauchen jetzt Wasser zum Wachsen
Für die Bauern in Deutschland sei die trockene Zeit zunächst gut gewesen, sagt Johann Meierhöfer, Fachbereichsleiter Ackerbau beim Deutschen Bauernverband. Dennoch schaue man „mit wachsender Sorge auf die aktuelle Wettersituation“. Ein trockenes Frühjahr mit einem feuchten Frühsommer sei für die Landwirte zunächst vorteilhafter als umgekehrt, sagt Meierhöfer. Weiter sei die trockene Phase für das Ausbringen der Saat gut, nun werde aber dringend Niederschlag benötigt, damit die Pflanzen auch gut wachsen und ihre Frucht ausbilden können.
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Man könne allerdings aus der aktuellen Wettersituation noch keine Schlüsse auf die Ernteerträge ziehen: „Bis zur Erntezeit können noch zahlreiche Witterungsereignisse eintreten, die die Erträge sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können“, so der Experte des Bauernverbands. Meierhöfer verweist zudem hinsichtlich der bisherigen Niederschläge auf regionale Unterschiede. Zusätzlich komme es immer auch auf die Beschaffenheit des Bodens und andere Faktoren wie Grundwassernähe an.
Waldbauern kämpfen mit Waldbrandgefahr und Wiederaufforstung
Ganz anders sieht es bei den Waldbauern und Förstern aus. Der Waldbesitzerverband AGDW teilt dieser Redaktion mit, dass durch die Trockenheit gerade das Waldbrandrisiko sehr hoch sei. In vielen Teilen in Deutschland sind sogar bereits Waldflächen abgebrannt, wie beispielsweise mehrfach im Sauer- und Siegerland. Daher appelliert AGDW-Präsident Andreas Bitter: „Umsichtiges Verhalten im Wald mindert die Waldbrandgefahr. Rauchen und offenes Feuer im Wald sind tabu!“
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Die mit der Trockenheit einhergehende Waldbrandgefahr ist jedoch nicht das einzige Problem, mit welchem die Waldbesitzer durch den fehlenden Regen zu kämpfen haben. Die Waldeigentümer seien derzeit damit beschäftigt, die Kahlflächen durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer wieder aufzuforsten. „Die derzeitige Trockenheit in vielen Landesteilen erschwert diese Maßnahmen, da die jungen, frisch gepflanzten Bäume zum Anwachsen eine ausreichende Wasserversorgung benötigen“, so Bitter weiter. Ebenso wie der Bauernverband hoffen die Waldbesitzer daher auf „baldige, ausreichende Niederschläge in allen Landesteilen“.
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Auf dem Acker werden andere Techniken verwendet
Die Landwirte tun währenddessen alles, um sich an die Gegebenheiten anzupassen: Meierhöfer zufolge haben die Landwirte den Pflugeinsatz reduziert und erhöhen die Wasserhaltefähigkeit durch Direktsaat- und Mulchsaatverfahren. Hinzu kommen angepasste Kulturen, die widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel sind. Entscheidend seien darüber hinaus neue Züchtungsmethoden, um wassereffizientere Pflanzen zu entwickeln.





