In vielen Regionen Deutschlands ist dieses Frühjahr viel zu trocken. Weniger Niederschlag und steigende Temperaturen lassen die Wasserstände in Flüssen und Bächen dramatisch sinken, was auch die Schifffahrt beeinträchtigt. Laut der Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz lag der Wasserstand des Rheins bei Kaub in den vergangenen Tagen bei lediglich 74 bis 85 Zentimetern.
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Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein warnte in der Vergangenheit bei ähnlichen Pegelständen, dass normale Güterschiffe den Mittelrhein nicht mehr voll beladen befahren könnten. Die maximale Auslastung der Schiffe sinkt demnach auf 40 und 70 Prozent. Mit mehr an Bord sind sie schlicht zu schwer und könnten auf dem Flussbett auflaufen.
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Trockenheit beeinflusst Schifffahrt: Niedrigstände erhöhen die Kosten
Die reduzierte Ladekapazität führt zu höheren Transportkosten. Spediteure und Befrachter erheben sogenannte Kleinwasser-Zuschläge, um die geringeren Ladungsmengen zu kompensieren. Die Kosten steigen erheblich, da nicht nur die vorhandenen Schiffe weniger ausgelastet sind, sondern auch zusätzlicher Raum gechartert werden muss.

Die Situation zeigt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Infrastruktur und Wirtschaft. Die Binnenschifffahrt als wichtiger Bestandteil der deutschen Logistik steht dabei vor enormen Problemen. Sie muss sich an die durch den Klimawandel veränderten Gegebenheiten anpassen: Einige Unternehmen reagieren mit Anpassungen ihrer Flotten. Der Chemiekonzern BASF hat schon seit einigen Jahren begonnen, sich mit speziellen Niedrigwasser-Schiffen auszustatten, damit sie auch bei niedrigen Pegelständen einsatzfähig sind.


