Die Ukraine betrauert einmal mehr den Tod vieler Zivilistinnen und Zivilisten nach einem russischen Luftangriff. Mindestens 34 Menschen starben, als am Palmsonntag zwei Iskander-Raketen in Sumy detonierten. Es ist bereits die zweite Tragödie in diesem Monat. Erst vor wenigen Tagen schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet in Krywyj Rih ein. 19 Menschen starben, darunter neun Kinder. Zwei Tage vor dem Angriff auf Sumy hatte sich der US-Sondergesandte Steve Witkoff einmal mehr mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen, um über einen Waffenstillstand zu verhandeln.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Witkoff hat keine außenpolitische Expertise. Seine Verhandlungsstrategie kann bestenfalls mit dem Wort „naiv“ umschrieben werden. Anders gesagt: Er lässt sich wie sein Chef im Weißen Haus von Putin vorführen. Zugleich bereiten die Russen neue Offensiven vor. Umso wichtiger ist es, dass Europa jetzt unverbrüchlich an der Seite des überfallenen Landes steht. Die Ankündigung von Friedrich Merz, nun doch eine Lieferung des Marschflugkörper Taurus zu erwägen, ist ein richtiges Signal. Die Ukraine braucht Abstandswaffen zur Unterbindung des russischen Nachschubs ebenso dringend wie Luftabwehrsysteme.

Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert
Der Weg zu einem Friedensschluss ist noch weit. Putin macht immer wieder deutlich, dass er nicht bereit ist, auf seine militärischen Minimalziele zu verzichten und deswegen auf Zeit spielt. Die Aufgabe Europas ist es, der Ukraine eine Verhandlungsposition zu ermöglichen, die zu einem gerechten Frieden und nicht zu einer Unterwerfung führt. Vor allem aber: Die Ukraine mit all dem auszustatten, was nötig ist, um weitere Tragödien wie die von Sumy zu verhindern.







