US-Präsident Donald Trump hat für einige Länder eine Pause der von ihm verhängten Zölle angekündigt. „(...) Ich habe eine 90-tägige Pause und einen deutlich gesenkten Gegenzollsatz von zehn Prozent während dieser Zeit genehmigt, ebenfalls mit sofortiger Wirkung“, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform „Truth Social.“ Seine Aussage bezog sich auf solche Staaten, die als Reaktion auf seine Zölle keine Gegenmaßnahmen ergriffen hätten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Er begründete den Schritt mit der Nervosität der anderen. Die „Leute“ seien etwas unruhig und „ein bisschen ängstlich“ geworden, sagte Trump bei einer Veranstaltung vor dem Weißen Haus auf die Frage nach seinen Beweggründen für den jüngsten Kurswechsel in der Handelspolitik. „Man muss flexibel sein.“
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Trump hebt Zölle für China auf 125 Prozent an
Gleichzeitig würden die USA die Zölle auf Einfuhren aus China weiter anheben. „Aufgrund des mangelnden Respekts, den China den Weltmärkten entgegenbringt, erhöhe ich hiermit den von den Vereinigten Staaten Amerika gegenüber China erhobenen Zollsatz mit sofortiger Wirkung auf 125 Prozent“, so Trump via „Truth Social“.
Später sagte er, er gehe davon aus, eine Verhandlungslösung zu finden. „China will einen Deal machen“, sagte der Republikaner. „Sie wissen nur nicht so recht, wie sie es angehen sollen.“ Die Chinesen seien „ein stolzes Volk“ und Präsident Xi Jinping „ein stolzer Mann“, betonte Trump. Das Land werde aber „schon einen Weg finden“.
„Es wird eine 90-tägige Pause bei den gegenseitigen Zöllen geben“
Mit Blick auf die Länder, denen Trump eine 90-tägige Pause gewähren will, setzt der US-Präsident ebenfalls auf Verhandlungen. Trumps Ziel war es von Beginn an unter anderem, andere Länder mit Hilfe der Zölle dazu zu zwingen, Handelsbarrieren für Einfuhren aus den USA abzubauen.
„Es wird eine 90-tägige Pause bei den gegenseitigen Zöllen geben, während diese Verhandlungen laufen“, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Das Zollniveau werde auf einen allgemeinen Satz von 10 Prozent gesenkt.
Ob auch Deutschland bzw. die EU auf der Liste derer steht, für die eine Zollpause gelten soll, war zunächst nicht bekannt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte kurz nach Trumps Entscheidung, die zuvor beschlossenen EU-Gegenzölle sollten – wie geplant – am 15. April in Kraft treten. „Diese Gegenmaßnahmen können jederzeit ausgesetzt werden, wenn die USA einem fairen und ausgewogenen Verhandlungsergebnis zustimmen“, erklärte sie.
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Zollpause lässt Aktienmärkte nach oben katapultieren
In den USA hat Trumps Entscheidung die US-Aktienmärkte am Abend im späteren Handelsverlauf noch nach oben katapultiert. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 6,6 Prozent höher bei 40.133 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 7,8 Prozent auf 5.372 Zähler aufwärts. Der von den großen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 gewann 9,7 Prozent auf 18.756 Punkte.
Die zuletzt arg gebeutelten Aktien der „Glorreichen Sieben“, der sieben bedeutendsten US-Tech-Unternehmen, sprangen in Reaktion auf die Trump-Ankündigungen kräftig an. Amazon, Meta, Nvidia, Alphabet, Microsoft, Apple und Tesla verbuchten zuletzt Kursaufschläge zwischen 6,4 und 14,0 Prozent.
Noch stärker profitierten die Aktien von US-Fluggesellschaften von der Trump-Ankündigung. So schnellten die Papiere von Delta Air Lines und United Airlines um jeweils 19 Prozent nach oben. Jene von American Airlines gewannen mehr als 13 Prozent.
dpa, daw







