Bei Donald Trump ist immer nur auf eines Verlass: dass auf ihn kein Verlass ist. Keine 24 Stunden her, da prahlte der US-Präsident damit, kein Jota von seinem törichten Strafzoll-Regime abzuweichen, das an den Börsen Billionenwerte vernichtet und ganze Volkswirtschaften durchgerüttelt hat. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Alles Makulatur, alles wieder nur Geschwätz. Mit Ausnahme Chinas, von diesem „Beelzebub” will er partout nicht lassen, bekommen zahlreiche Länder drei Monate Schonfrist. Die Märkte atmen kurz auf. Bis Juli ist nun Zeit genug, um zu jenen vernünftigen Lösungen in den Handelsbeziehungen zu kommen, die auch ohne den elenden Zirkus der vergangenen Tage erreichbar waren. 

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Bis zum nächsten großen Knall ist es nur eine Frage der Zeit

Was hat Trump zur Besinnung gebracht – außer dem Chaos an den Aktienmärkten und dem wachsenden Groll etlicher Konzern-Bosse und Parteispender? Der Mann kann es einfach nicht. In allen seriösen Umfragen schmiert der selbsternannte Polit-Heiland seit Wochen ab. Selbst republikanische Wähler zweifeln inzwischen offen an seinem wirtschaftspolitischen Verstand – und an seinen Prioritäten beim Regieren. Dazu braut sich bei den Konservativen im Kongress ein Komplott zusammen; mit dem Ziel, die Machtbefugnisse des „mad king” einzuschränken. 

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Aus dieser Eskalationsspirale ist Donald Trump nun in letzter Minute ausgestiegen. Von einem Sieg der Vernunft kann man aber nicht sprechen. Dazu ist zu viel Vertrauen verspielt worden. Trump ist nach wie vor trunken von seiner Machtfülle. Speichellecker um ihn herum unterstützen den Kult. Bis zum nächsten großen Knall ist es nur eine Frage der Zeit. Der wahre „Tag der Befreiung“ bricht in Amerika erst an, wenn Donald Trump des Amtes enthoben wird. Oder abtritt.