Donald Trumps Handelspolitik sorgt nicht nur international für Spannungen – sondern auch für einen Zoff in der AfD. Ausgerechnet die Partei, die sich im vergangenen US-Wahlkampf demonstrativ hinter den republikanischen Präsidenten gestellt hatte, ringt nun um eine gemeinsame Linie. Der Auslöser: Trumps neue Strafzölle, die die deutsche Wirtschaft in eine schwere Krise stürzen könnten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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AfD-Co-Chef Tino Chrupalla zeigt Verständnis für den protektionistischen Kurs aus Washington. „Manchmal muss man Freihandel einschränken, um die eigene Wirtschaft zu schützen“, erklärte er in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Die Zölle seien „verständlich“. Doch in der eigenen Partei stößt diese Einschätzung auf deutlichen Widerspruch.

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Parteikollegin und Co-Vorsitzende Alice Weidel distanzierte sich öffentlich von Chrupallas Position. Auf der Plattform X schrieb sie: „Zölle schaden unserer Wirtschaft.“ Anstatt den Kurs Trumps zu verteidigen, müsse man auf diplomatische Lösungen mit den USA setzen.

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„Auf Kosten Deutschlands“: Interne AfD-Kritik an Trump wächst

Auch in der Bundestagsfraktion regt sich Kritik an der Meinung des Parteichefs. Fraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann warnte gegenüber der „Bild“: „Zölle schaden auf längere Sicht allen – Deutschland aber besonders.“ Als Exportnation sei die Bundesrepublik besonders verletzlich, daher müsse jede Bundesregierung auf Abbau statt Aufbau von Handelsbarrieren hinarbeiten.

Rückendeckung bekommen Baumann und Weidel vom Europaabgeordneten René Aust. Der Höcke-Vertraute verweist auf das Leitmotiv von Trumps Wirtschaftspolitik: „Seine Handelspolitik folgt dem Grundsatz: America First. Make America Great Again. Auch und gerade auf Kosten Deutschlands!“ Eine klare Abgrenzung zum bisherigen AfD-Narrativ, das Trump fast bedingungslos unterstützte.