Seit zweieinhalb Monaten ist US-Präsident Donald Trump mit Eifer dabei, die Demokratie in den Vereinigten Staaten auszuhöhlen, die Wirtschaft des Landes abzuwürgen und die Verbündeten in Angst und Schrecken zu versetzen. Seit zweieinhalb Monaten fragen sich rund um den Erdball viele Menschen, wann endlich das liberale, freiheitsliebende Amerika seine Stimme erhebt und dem Präsidenten die Stirn bietet.

An diesem Wochenende war es endlich so weit: Im ganzen Land kam es zu Demonstrationen gegen die Trump-Regierung. Hunderttausende gingen auf den Straßen, die Veranstalter sprachen sogar von Millionen Teilnehmern. Selbst Trump scheint beeindruckt zu sein. Anstatt die Teilnehmer in der ihm üblichen Art zu beschimpfen, versucht er, das Volk mit Durchhalteparolen zu beruhigen. Dem Land droht wegen der Trump’schen Zollpolitik ein neuer Inflationsschub und eine Rezession, die sinkenden Börsenkurse vernichten die Altersvorsorge vieler Bürger. Der Präsident aber spricht von einer „Revolution“ und davon, dass Amerika am Ende siegen werde. Selbst Trumps Berater Elon Musk ging am Wochenende auf Distanz und forderte eine Freihandelszone mit Europa.

Diese Auseinandersetzung kann Trump nicht gewinnen, zumindest nicht in der Sache. Der Unmut gegen den Kurs des Präsidenten dürfte in den kommenden Wochen und Monaten noch viel größer werden und auch viele von denen erfassen, die Trump gewählt haben und bisher hinter ihm stehen.
News aus den USA
Statt dem neuen goldenen Zeitalter, das Trump verspricht, wird Amerika eine Phase des Niedergangs erleben. Eine ganz andere Frage ist, ob dieser Präsident überhaupt in der Lage wäre, einen Irrtum einzuräumen und einen Kurswechsel zu vollziehen. Wenn es darum geht, dem eigenen Land zu schaden, macht ihm so schnell niemand etwas vor.







