Donald Trump hat neue Zölle 20 Prozent auf europäische Importe angekündigt und damit die Beziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union massiv belastet. Auch wenn sich der US-Präsident verhandlungsbereit zeigt, könnte die Entscheidung für die EU teuer werden, Im- und Exporte bremsen und den Handelsstreit weiter anheizen. Doch wie können Verbraucher darauf reagieren? Gibt es gerade im Digitalbereich überhaupt Alternativen zu US-Produkten und Plattformen?
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Tatsächlich haben einige Digitalfirmen in Deutschland längst damit begonnen, Alternativen zu amerikanischen Produkten aufzuzeigen. Ob Mode, Technik, Elektronik & Audio, aber auch Autos und Social Media: Die Initiative GoEuropean bietet auf ihrer Website europäische Marken an, die den dominierenden US-Unternehmen Konkurrenz machen. Wer zum Beispiel eine Alternative zu Netflix, Disney oder Amazon Prime sucht, findet dort Filmin als spanische Streaming-Plattform.
Kein iPhone mehr? Diese Smartphones kommen aus Europa
Für Apple-Nutzer gibt es bereits eine niederländische Alternative. Fairphone ist eine nachhaltige Smartphone-Marke, „die sich auf ethische Beschaffung, Reparierbarkeit und die Reduzierung von Elektroschrott konzentriert, indem sie modulare, langlebige Geräte herstellt“, heißt es beim Unternehmen.

Ein Smartphone kommt auch aus Deutschland: Volla ist eine deutsche Marke, die Smartphones mit ihrem eigenen Open-Source-Betriebssystem anbietet – mit Schwerpunkt auf dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer.
Diese Clouds sind eine Alternative zu OneDrive, iCloud und Co.
Auch europäische Speicher-Clouds sind als Alternative zu Google Workspace, OneDrive, Dropbox, Google Drive oder iCloud auf dem Markt. So schlägt das Portal GoEuropean Nextcloud vor, eine deutsche Content-Plattform, die es ermöglicht, Dateien auf verschiedenen Geräten sicher zu speichern, auszutauschen und zu verwalten. Ebenfalls aus Deutschland stammt Flien, ein Cloud-Speicherdienst, der sichere und verschlüsselte Lösungen für das Speichern und Teilen von Dateien bietet und so den Schutz der Nutzerdaten über verschiedene Geräte hinweg gewährleistet.
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Soziale Medien: Das sind die EU-Alternativen zu Meta und X
Ob Instagram, Facebook, Reddit oder Snapchat – französische und belgische Unternehmen bieten Alternativen zu diesen Sozialen Netzwerken an. BeReal zum Beispiel ist eine Social-Media-Plattform, mit der Nutzer Fotos von ihrem Alltag teilen können. Die Plattform fordert User auf, innerhalb von zwei Minuten ein Foto von sich und ihrer Umgebung zu teilen.
Die Alternative zu Facebook könnte Quodari sein, eine belgische Social-Media-Plattform, die eine datenschutzfreundliche Umgebung verspricht. „Ohne Algorithmen, die süchtig machen und polarisieren. Kein Durcheinander in der Timeline und ohne dass andere mit Ihren Daten Geld verdienen“, wirbt das Unternehmen auf der Homepage. Ob privat oder geschäftlich, die Plattform sei eine Alternative für alle, die ihre Daten nicht kommerziell verwerten lassen wollen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wer eine Alternative zum Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) sucht, wird in der EU fündig. So bietet beispielsweise die deutsche Plattform Mastodon einen Social-Networking-Dienst an, der über ähnliche Microblogging-Funktionen wie X verfügt. Auch Jodel aus Deutschland, Qwice aus Frankreich und Trust Café aus Großbritannien bieten Community-Plattformen, über die Nutzer Nachrichten, Geschichten oder Witze austauschen können.
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Ecosia verspricht, für jede Suchanfrage einen Baum zu pflanzen
Viele Internetnutzer in Deutschland nutzen für ihre Suchanfragen Google. Doch was ist die Alternative zur Google-Suche? Laut der Plattform GoEuropean gibt es in der EU mehrere Anbieter, die Suchdienste anbieten. Ecosia etwa, ein deutscher Anbieter, verspricht dem Nutzer, für jede Suchanfrage einen Baum zu pflanzen, zum Beispiel in Afrika oder Südamerika. Auch Qwant (Frankreich), Meek (Großbritannien) und SwissCows (Schweiz) bieten jeweils eine eigene Suchmaschine an.
Diese Alternativen aus der EU gibt es zu Amazon
Bei Alternativen zu Amazon ist es einfacher. In der EU bieten eine Vielzahl von Shopping-Apps Nutzern online eine große Produktpalette an. Aus Deutschland kommt zum Beispiel der Online-Händler Otto.de mit seinem traditionell großen Sortiment. Bei Kleidung und Schuhe ist Zalando beliebt.
Trotz dieser zahlreichen Möglichkeiten bleiben viele Nutzerinnen und Nutzer im Alltag auf US-amerikanische Anbieter angewiesen. Hinzu kommt: Unternehmen wie Amazon haben nach eigenen Angaben mehr als 170.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen, um ihr Online-Geschäft über Amazon abzuwickeln. Bitkom, der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, fordert daher, die Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen sorgfältig und klug auszutarieren. Europa und Deutschland müssten, heißt beim Verband, echte digitale Souveränität aufbauen und Handlungsspielräume vergrößern. Damit Deutschland unabhängiger wird von den Tech-Giganten aus den USA.







