Er verhängt nicht nur Zölle und erlässt Dekrete zur Neuauslegung der US-Geschichte, sondern ordnete auch an, dass seine Mitarbeiter ins Büro zurückkehren. Seit US-Präsident Donald Trump per Dekret das Ende des Homeoffice für Regierungsangestellte beschlossen hat, herrscht laut Medienberichten Chaos.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Auf einem Navy-Stützpunkt etwa kämpften 17.000 Angestellte um 4400 Parkplätze, während Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde wegen Platzmangels wieder nach Hause geschickt wurden. Einige Bundesangestellte mussten plötzlich Toiletten putzen und Müll entsorgen, da es an Reinigungspersonal fehlte.
Angestellte der Federal Aviation Administration fanden sich in Büros mit bleiverseuchtem Wasser wieder, und ein Ausgabestopp führte dazu, dass in manchen Gebäuden sogar das Toilettenpapier knapp wurde.
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Chaos in den Behörden, volle U-Bahnen: Wer von der Rückkehr profitiert
In den USA beenden Arbeitgeber das Homeoffice schon seit geraumer Zeit. Viele große Unternehmen haben die während der Corona-Pandemie verbreitete flexible Arbeitsweise abgeschafft und ihre Angestellten zurück ins Büro geholt.
US-Präsident Donald Trump ordnete gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit an, dass rund 2,3 Millionen Beschäftigte in Ministerien und Behörden wieder an ihren Büroschreibtischen arbeiten müssen.
Er verfolgt laut dem „Wall Street Journal“ damit verschiedene Ziele. Zum einen wolle er sicherstellen, dass die Angestellten tatsächlich arbeiten. Zum anderen erwartet er, dass durch die Maßnahme zahlreiche Mitarbeiter kündigen und so die Verwaltung verschlankt wird. „Wir glauben, dass eine große Zahl von Menschen nicht zur Arbeit erscheinen werden“, sagte Trump laut eines Berichts der „New York Times“, „und dass deswegen unsere Regierung kleiner und effizienter wird.“
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Doch viele Behörden waren nicht auf die plötzliche Rückkehr der Beschäftigten vorbereitet: Es fehlte an Arbeitsplätzen, Sanitärartikeln und grundlegender Infrastruktur. Mitarbeiter erschienen im Büro, nur um per Videokonferenz weiterzuarbeiten, andere mussten sich Büroflächen mit Kollegen teilen, obwohl sie an sensiblen Projekten arbeiteten.
Auf dem Campus der Food and Drug Administration bildeten sich lange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen, während in der Cafeteria das Essen knapp wurde. Angestellte des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta verbrachten bis zu 90 Minuten damit, das Gelände wieder zu verlassen, weil die Parkplätze so voll waren, dass an jeder Ecke Stau herrschte, schreibt die „New York Times“.
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Wer davon profitieren könnte: die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Washington Metropolitan Transit Area Authority verzeichnete steigende Fahrgastzahlen und meldete durchschnittlich über 800.000 tägliche Fahrten, wie aus dem Service Excellence Report der Transitagentur hervorgeht.
Rückkehr ins Büro: Herausforderungen und erste Zahlen
Dass das Dekret für Chaos sorgte, dürfte niemanden überrascht haben. Schließlich arbeiteten rund 250.000 Bundesbedienstete ausschließlich ortsunabhängig, weitere 1,1 Millionen Angestellte hatten die Möglichkeit, hybrid zu arbeiten.
Laut der „New York Times“ gab das Finanzministerium an, dass bis Ende März etwa 85 Prozent der Mitarbeiter zurückgekehrt seinen, während rund 68 Prozent der Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde in Washington wieder im Büro gearbeitet haben sollen. Auch das Kriegsveteranenministerium und das Verteidigungsministerium hätten Rückkehrerzahlen von nahezu 10.000 bzw. 120.000 Beschäftigten gemeldet.










