Es ist fast einen Monat her, dass die vereinbarte Waffenruhe im Gazastreifen zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas ausgelaufen ist. Nach Wochen des Stillstands scheint die Hamas nun offenbar wieder Gespräche mit den Vermittlern Ägypten und Katar aufgenommen. Die Gespräche hätten am Donnerstagabend in der katarischen Hauptstadt Doha begonnen, hieß es am Donnerstagabend aus Palästinenserkreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Demnach drehen sich die Gespräche um einen möglichen Waffenstillstand während des muslimischen Zuckerfests Eid-al-Firt zum Ende des Fastenmonats Ramadan am kommenden Sonntag und des jüdischen Pessach-Festes, das vom 12. bis 20. April dauert. Zudem solle es um die Lieferung humanitärer Güter in den Gazastreifen gehen. 

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Den palästinensischen Angaben zufolge ist die Hamas offen für eine Einigung, ihr Zustandekommen hänge jedoch von Israel ab. „Ein Gefangenenaustausch und Waffenruhe-Abkommen sind möglich, aber ihr Erfolg hängt von (Israels) Zustimmung und Bereitschaft ab, den Prozess nicht zu blockieren“, hieß es aus Palästinenser-Kreisen.

Erste Phase der Waffenruhe war am 1. März ausgelaufen

Seit dem 19. Januar galt im Gazastreifen eine Waffenruhe. Die erste Phase des dazu mithilfe internationaler Vermittler geschlossenen Abkommens lief am 1. März aus. Während dieser Zeit ließ Israel palästinensische Gefangene frei, im Austausch gegen von der Hamas festgehaltene israelische Geiseln. Eine Einigung über die zweite Phase des Waffenstillstands konnte bisher nicht erzielt werden.

Nach einem israelischen Luftschlag steigt am Donnerstag Rauch über dem palästinensischen Flüchtlingscamp Bureidsch auf.
Nach einem israelischen Luftschlag steigt am Donnerstag Rauch über dem palästinensischen Flüchtlingscamp Bureidsch auf.© AFP | EYAD BABA

In der Zwischenzeit nahm Israel seine massiven Luftangriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen wieder auf. Zudem startete die Armee einen neuen Bodeneinsatz in dem Palästinensergebiet.

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Israel will mit der neuen Offensive nach eigenen Angaben den Druck auf die Hamas erhöhen, um die 58 noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln freizubekommen. 34 von ihnen sind nach Armeeangaben bereits tot. Bei Israels Militäreinsatz im Gazastreifen wurden nach Angaben der Hamas seit Oktober 2023 bislang 50.208 Menschen getötet, die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

AFP/mein