Diebstahl

Kunst verschwunden: Schröder offenbar im Bundestag bestohlen

Altkanzler Schröder gibt Aufsichtsratsposten bei Rosneft auf

Altkanzler Schröder gibt Aufsichtsratsposten bei Rosneft auf

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) gibt seinen Aufsichtsratsposten beim russischen Energiekonzern Rosneft auf. Er war wegen seiner Tätigkeiten für russische Energieunternehmen in Deutschland und in der EU unter Druck geraten. Hintergrund ist der russische Militäreinsatz in der Ukraine.

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Altkanzler Schröder ist offenbar Opfer von Kunstdieben geworden. Unbekannte sollen Gemälde aus seinem Bundestagsbüro entwendet haben.

Berlin. Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine steht der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder für seine Beziehung zu Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin in der Kritik. Nun sollen Unbekannte in sein Büro im Bundestag vorgedrungen sein und drei Kunstwerke gestohlen haben. Das berichtet das Magazin "Stern".

Bei den Werken soll es sich um Bilder handeln, die zuvor 16 Jahre lang im öffentlich zugänglichen Flur der Büroräume des Altkanzlers im Berliner Otto-Wels-Haus hingen und zu dessen privatem Besitz gehören sollen. Neben einer Grafik eines nicht namentlich genannten chinesischen Künstlers, wurden wohl auch zwei zwei Holzdrucke des Malers und Grafikers Uwe Bremer gestohlen. Bereits am Montag soll Schröder Anzeige gegen Unbekannt erstattet haben. Weitere Kunstwerke sind offenbar vorsorglich aus dem Flur entfernt und in Sicherheit gebracht worden.

Weitere Vorfälle im Büro von Gerhard Schröder

Die Mitarbeitenden des Altkanzlers sollen dem "Stern" zufolge bereits zuvor über Zwischenfälle in den Büro-Räumen berichtet haben. So sei etwa das Büronamensschild entwendet worden, außerdem sollen Reporter unangekündigt in die Büros gekommen sein und Fragen gestellt sowie Videos gemacht haben.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte Schröder in der vergangenen Woche sein Büro samt Mitarbeitendenstellen gestrichen. Schröder nehme "keine fortwirkende Verpflichtung aus dem Amt als ehemaliger Bundeskanzler" mehr wahr und benötige die Räumlichkeiten deswegen nicht mehr, hieß es. Die noch verbliebenden Mitarbeitenden sollten demnach die letzten Aufgaben abwickeln und dann andere Funktionen übernehmen. Schröder standen bisher bis zu sieben Mitarbeiter zu, allerdings hatten die meisten der Beschäftigten bereits zuvor gekündigt, um sich von Schröders Russland-Beziehung zu distanzieren. (csr)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de.