In Griechenland zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge ein knappes Rennen bei der Volksabstimmung am Sonntag ab. 47,1 Prozent der Befragten würden demnach am 5. Juli für „Ja“ und damit für eine Zustimmung zu den unlängst von den internationalen Gläubigern des Landes vorgeschlagenen Reformmaßnahmen stimmen. 43,2 Prozent wären dagegen, ergab die Befragung im Auftrag der konservativen Zeitung „Eleftheros Typos“.
Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am Vortag in einer Rede ans Volk erneut für eine Ablehnung der vor rund einer Woche von den Geldgebern vorgeschlagenen Maßnahmen plädiert. Eine von der linksgerichteten Zeitung „Efimerida ton Syntakton“ in Auftrag gegebene und am Mittwoch veröffentlichte Umfrage hatte noch eine Mehrheit für die Reformgegner ergeben.
Mittwochnacht war das Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen. Seitdem sind das letzte Angebot der Geldgeber und das Hilfsprogramm laut Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hinfällig.
Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis kündigte am Donnerstag seinen Rücktritt an, falls die Bürger am Sonntag in dem Referendum für die Vorschläge der internationalen Gläubiger stimmen. Bei dem Votum gehe es darum, wie Griechenland im Euro gehalten werden solle, sagte er zu Bloomberg TV. Zugleich betonte der Minister, sein Land wolle unbedingt Mitglied in der Währungsunion bleiben.





