Eine Woche nach dem Massaker im syrischen Hula erhöht sich der diplomatische Druck auf die Regierung in Damaskus. Die Gewalt in Syrien kann nach Auffassung des französischen Präsidenten François Hollande nur durch den Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar Assad gestoppt werden. Hollande sprach sich am Freitagabend nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für weitere Sanktionen gegen die syrische Regierung aus, um Assad aus dem Amt zu drängen. „Die Regierung von Baschar Assad hat in nicht akzeptabler, nicht hinnehmbarer Weise gehandelt und hat Taten begangen, die sie untragbar machen“, sagte Hollande. „Es gibt keinen möglichen Ausweg aus dieser Situation außer mit dem Abgang von Baschar Assad“.
Putin wich der Frage nach neuen Sanktionen aus und sagte, sie seien „noch immer nicht effektiv“. Auch zu möglichen Optionen für den Umgang mit Assad selbst äußerte er sich nicht. Nur eine für das syrische Volk akzeptable Verhandlungslösung sei für Russland akzeptabel. „Wir wollen die Gewalt auf ein Minimum reduzieren“, sagte Putin. „Wir sind nicht für Baschar Assad oder für seine Gegner. Wir wollen zu einer Situation kommen, in der die Gewalt ein Ende findet und ein Bürgerkrieg vollständig ausgeschlossen ist.“
Putin war zu seinem Antrittsbesuch in Paris. Zuvor war er in Berlin und hatte sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck getroffen.
dapd/tj


