Glaubensschlacht

Santorum giftet für religiöse Rechte gegen Obama

Der US-Präsidentschaftskandidat Rick Santorum greift Barack Obama in Glaubensfragen an. Er ist derzeit auf Stimmenfang bei den konservativen Wählern.

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Der Republikaner Rick Santorum buhlt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei nun um die konservativen Wähler im Mittleren Westen der USA. Am Samstag befand sich Santorum den zweiten Tag in Folge auf Wahlkampftour in Ohio.

Dort griff er Amtsinhaber Barack Obama scharf an. Dessen Agenda gründe auf einer „falschen Theologie und nicht einer Theologie, die auf der Bibel basiert“, sagte der ehemalige Senator von Pennsylvania. Später deutete Santorum an, dass der Präsident eine andere Art von Christentum praktiziere.

Das Wahlkampfteam Obamas bezeichnete die Äußerungen als „den jüngsten Tiefpunkt in einer republikanischen Vorwahlkampagne, die durch Verzerrungen, Hässlichkeit, blankem Pessimismus und Negativität befeuert wird“.

In einigen Umfragen mit Mitt Romney gleichgezogen

Santorum hat nach drei jüngsten Vorwahlerfolgen in einigen Umfragen mit dem bisherigen Favoriten Mitt Romney gleichgezogen .

Obamas Wahlkampfteam stellt sich nun offenbar auf die Möglichkeit ein, dass Santorum bei der Präsidentenwahl im November als Herausforderer antreten könnte.

Man habe damit begonnen, die Vergangenheit Santorums zu durchleuchten, um mögliche Angriffspunkte zu finden, hieß es aus Chicago. „Die Umstände haben sich geändert“, erklärte Obamas stellvertretende Wahlkampfsprecherin Stephanie Cutter.