Bundespräsident

Kritik an Wulff auch in niedersächsischer CDU

Nach den neuen Vorwürfen in der Kredit-Affäre wird auch in der niedersächsischen CDU Kritik an Bundespräsident Christian Wulff laut. Zudem soll die Staatsanwaltschaft auch die privaten Urlaubsaufenthalte von Wulffs Ex-Sprecher prüfen.

In der niedersächsischen CDU wächst die Distanz zu dem wegen einer Kreditaffäre und der versuchten Einflussnahme auf Journalisten unter Druck stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff. „Viele Parteifreunde haben bei mir angerufen. Alle äußerten sich negativ zu Wulffs Verhalten“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Dienstag. Die Menschen wünschten sich „totale Aufklärung, sonst wird das Amt des Bundespräsidenten beschädigt“.

Der frühere Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff muss einem Zeitungsbericht zufolge indes mit einem Interesse der Justiz an seinen privaten Urlaubsaufenthalten rechnen. Wie die „Neue Presse“ aus Hannover in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete, prüft die Staatsanwaltschaft Hannover, ob gegen Olaf Glaeseker ein Anfangsverdacht wegen Vorteilsnahme vorliege.

Glaeseker soll demnach ab dem Jahr 2008 mit seiner Frau Vera dreimal in Auslandsquartieren des Unternehmers Manfred Schmidt gratis Urlaub gemacht haben – darunter in Barcelona und in Südfrankreich. Glaeseker war zu diesem Zeitpunkt Niedersachsens Regierungssprecher im Rang eines Staatssekretärs. Wulff selbst war am Montag weiter unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass er mit einem Anruf bei „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann die Berichterstattung über seinen Privatkredit zu verhindern versucht hatte.

=> Die Kreditaffäre als interaktive Chronik

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