Zwickauer Nazis

Terror-Verdächtiger vor Haftrichter in Karlsruhe

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Mutmaßlicher Neonazi-Helfer festgenommen

Der in Brandenburg festgenommene Andre E. wurde am Donnerstag dem Haftrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt. Der 32-Jährige soll den Propaganda-Film über die Mordserie der Zwickauer Zelle hergestellt haben.

Video: Reuters
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Ein weiterer mutmaßlicher Neonazi-Terrorist ist in Brandenburg festgenommen worden. Andre E. wird beschuldigt, den Propagandafilm hergestellt zu haben, mit dem sich die Zwickauer Neonazis zu zehn Morden bekannt haben. Jetzt entscheidet ein Ermittlungsrichter in Karlsruhe über eine mögliche Untersuchungshaft.

Der am Donnerstagmorgen verhaftete mutmaßliche Unterstützer der rechtsterroristischen Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ ist am Mittag in Karlsruhe eingetroffen. Er wird zur Stunde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt.

Der Ermittlungsrichter wird den Beschuldigten vernehmen. Beobachter gehen davon aus dass bis zum Abend über die Verhängung von Untersuchungshaft entschieden wird. Andre E. ist dringend verdächtig, die Terrororganisation NSU in zwei Fällen unterstützt zu haben. Er soll das Bekennervideo hergestellt haben, in dem sich die Gruppierung zu neun Morden und den Mordanschlägen auf zwei Polizeibeamte in Heilbronn bekennt. Außerdem soll Andre E. zwei NSU-Mitgliedern seine Bahncard und die seiner Ehefrau überlassen haben.

Der Ermittlungsrichter des BGH hatte bereits am Mittwoch auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Die Festnahme durch die GSG-9 erfolgte am Donnerstagvormittag. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften muss ein Verhafteter unverzüglich dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden, der dem Beschuldigten den Haftbefehl eröffnet und ihn zur Person und zur Sache vernimmt.

( dapd/nbo )