Live Blog

Gaddafi und seine beiden Söhne sind tot

Muammar al-Gaddafi ist tot: Der libysche Ex-Machthaber wurde auf der Flucht aus seinem Heimatort Sirte von Rebellen getötet. Er hatte sich angeblich in einem Betonrohr versteckt. Auch seine Söhne Saif al-Islam und Mutassim sind tot. In unserem Live-Blog berichten wir über die jüngsten Ereignisse in Libyen.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Der langjährige libysche Machthaber Muammar Gaddafi ist nach Angaben der Übergangsregierung tot. Er sei mehreren schweren Verletzungen erlegen.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

20.12 - „Ende eines langen und schmerzhaften Kapitels“

US-Präsident Barack Obama hat den Tod des Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi als „Ende eines langen und schmerzhaften Kapitels“ bezeichnet. Das libysche Volk habe nun die Chance, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sagte Obama am Donnerstag. Die Libyer hätten aber auch eine „große Verantwortung“, eine Regierung zu schaffen, die alle gesellschaftlichen Gruppen einschließe.

19.54 - Lybisches Fernsehen: Beide Gaddafi-Söhne sind tot

Nach der Tötung des libyschen Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi ist am Donnerstagabend in Libyen auch der Tod von dessen Söhnen Saif al-Islam und Mutassim bestätigt worden. Die Leichname der beiden Männer seien in das Krankenhaus von Misrata gebracht worden, berichtete das offizielle libysche Fernsehen.

Zahlreiche Mitglieder des Gaddafi-Clans sind nun tot, viele sind aus Libyen geflohen.

  • Muammar al-Gaddafi herrschte in Libyen fast 42 Jahre lang als Diktator. Der 69-Jährige starb bei Kämpfen in seiner Heimatstadt Sirte. Zuvor war er zwei Monate lang untergetaucht.
  • Safija al-Gaddafi : Gaddafis aus Bosnien-Herzegowina stammende zweite Ehefrau ist mit Kindern nach Algerien geflohen.
  • Mohammed al-Gaddafi floh nach Algerien. Der älteste Sohn des Ex-Herrschers stammt aus der Kurzehe mit der Offizierstochter Fatiha. Er leitete Libyens Post- und Fernmeldeunternehmen, besaß zwei Mobilfunk-Anbieter und führte das Nationale Olympische Komitee.
  • Hannibal al-Gaddafi floh nach Algerien. Er geriet durch sein Luxusleben und Gewalttaten in die Schlagzeilen. 2005 soll er eine Frau in Paris verprügelt haben. 2007 verhaftete ihn die Justiz in Genf, weil er Hausangestellte misshandelt haben soll.
  • Aischa al-Gaddafi floh nach Algerien. Die Juristin gehörte zu den Rechtsanwälten des später hingerichteten irakischen Diktators Saddam Hussein und leitete zuletzt eine libysche Wohltätigkeitsorganisation.
  • al-Saadi al-Gaddafi ist in Niger. Bis 2003 führte er eine Eliteeinheit im Kampf gegen Islamisten in Libyen, dann ging er als Fußballprofi nach Italien, kam kaum zum Einsatz und musste nach Dopingvorwürfen gehen. Er steht auf der Fahndungsliste von Interpol, Niger verweigerte bisher seine Auslieferung.
  • Chamis al-Gaddafi wurde getötet. Er befehligte eine Eliteeinheit des Regimes, die für ihre Grausamkeit berüchtigt war. Er starb Ende August bei Kämpfen mit Rebellen nahe Tripolis.
  • Saif al-Arab al-Gaddafi ist angeblich tot. Als Student in München fiel er wegen Diskotheken-Schlägereien auf. Nach unbestätigten Angaben eines libyschen Regierungssprechers starb er am 1. Mai durch Nato-Bomben.
  • Saif al-Islam al-Gaddafi ist tot. Er harrte bis zuletzt mit seinem Vater in Sirte aus. Saif besaß mehrere Firmen. „Schwert des Islams“ – so die Übersetzung des Namens – galt lange als Nachfolger seines Vaters. Wegen Kriegsverbrechen fordert der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes seine Auslieferung nach Den Haag.
  • Mutassim Billah al-Gaddafi : Tot. Bis zuletzt an der Seite seines Vaters in Sirte. Mutassim floh nach einem Zerwürfnis mit seinem Vater nach Ägypten, durfte aber zurückkehren und befehligte die Präsidentengarde.
  • Milad Aubustaia al-Gaddafi : Verbleib unklar. Muammars adoptierte seinen Neffen. Während eines US-Bombenangriffs auf Tripolis 1986 soll er der Legende nach das Leben des Diktators gerettet haben.
  • Hana al-Gaddafi : Schicksal ungeklärt. Die Adoptivtochter soll 1986 im Alter von 15 Monaten durch US-Bomben auf Tripolis getötet worden sein. Jetzt entdeckten Dokumenten zufolge lebt sie aber, hat eine Ausbildung als Ärztin und lebte zuletzt in Tripolis.

19.43 - Ägyptens Übergangsregierung wendet sich an Libyen

Die ägyptische Übergangsregierung hat Libyen aufgefordert, nach dem Tod von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi ein neues Kapitel aufzuzuschlagen. „Ägypten ist bereit, den libyschen Brüdern beim Wiederaufbau des Landes zu helfen“, heißt es in einer Erklärung, die am Donnerstagabend von der Online-Ausgabe der halbamtlichen Tageszeitung „Al-Ahram“ veröffentlicht wurde. In Ägypten hatte ein Volksaufstand am 11. Februar die jahrzehntelange Herrschaft des autoritären Präsidenten Husni Mubarak beendet.

19.41 - Der Mann, der das Foto des toten Gaddafi fotografierte

Das Foto der Leiche Gaddafis, das am Donnerstag zuerst von der Nachrichtenagentur AFP verbreitet wurde, hat der französische Fotograf Philippe Desmazes gemacht. Er fotografierte das Display des handys eines Rebellen-Kämpfers ab, der die Szene mit seinem Mobiltelefon gefilmt hatte.

19.41 - Amnesty International fordert Untersuchung des Todes von Gaddafi

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat eine Untersuchung der Todesumstände von Muammar al-Gaddafi gefordert. Es sei wichtig, dass dem libyschen Volk durch eine unabhängige Untersuchung alle Fakten offenbart würden, teilte Amnesty am Donnerstag in London mit.

Der Tod Gaddafis ist aus Sicht der Menschenrechtsorganisation „noch nicht das Ende der Geschichte“. Anhänger des Regimes müssten nun für ihre Straftaten zur Verantwortung gezogen werden. „Das Erbe der Unterdrückung und des Missbrauchs während Muammar al-Gaddafis Herrschaft wird nicht zuende sein, bis die Vergangenheit vollständig aufgearbeitet ist und Menschenrechte den neuen Institutionen Libyens fest verankert sind“, sagte Hassiba Hadj Sahraoui, der bei AI für Nordafrika und den Nahen Osten zuständig ist. „Der Tod von Gaddafi darf seine Opfer in Libyen nicht davon abhalten, Gerechtigkeit zu sehen.“

Die neue Regierung müsse mit der „Kultur des Missbrauchs“ unter Gaddafi vollständig brechen und Menschenrechtsreformen durchsetzen, die das Land bitter nötig habe, hieß es.

19.24 - US-Vizepräsident Biden lobt Nato

US-Vizepräsident Joe Biden hat den Libyen-Einsatz der Nato als Beispiel für eine erfolgreiche Arbeitsteilung innerhalb der Allianz gewertet, ohne allerdings den Tod von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi zu bestätigen. „Jahrelang haben wir über Lastenteilung gesprochen“, sagte Biden am Donnerstag in Plymouth (Bundesstaat New Hampshire). Er erinnerte daran, dass Präsident Barack Obama darauf beharrt habe, dass die Nato bei dem Einsatz die Führung übernehme.

„Die Nato hat es richtig gemacht“, fuhr Biden fort. „Mit Gaddafi ist es vorbei, ob er am Leben oder ob er tot ist, das libysche Volk ist einen Diktator losgeworden, und ... es hat eine Chance.“ Biden betonte weiter, dass die USA zwei Milliarden Dollar im Rahmen des Einsatzes ausgegeben hätten und „kein Menschenleben verloren haben“.

19.11 - Gaddafi-Sohn Saif al-Islam im Krankenhaus

Der Sohn des getöteten früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Saif al Islam, ist nach Angaben eines libyschen Ministers verwundet worden und wird in einem Krankenhaus behandelt. Allerdings: Der arabische Nachrichtensender „Al-Dschasira“ berichtete, Saif al-Islam al-Gaddafi sei nach seiner Flucht aus Sirte von Rebellen gefangen genommen worden. Der Nachrichtensender „Al-Arabija“ dagegen meldete, er sei getötet worden.

Der Gaddafi-Sohn Muatassim ist nach Angaben des libyschen Informationsministers beim Kampf um Sirte getötet worden. Mutassim war seit 2007 Chef des nationalen libyschen Sicherheitsrates.

18.48 - Syrische Opposition: "Assad ist der Nächste"

Die Opposition in Syrien hat die Tötung des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi begrüßt und hofft nun auf ein Ende des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. „Gaddafi ist gegangen, und als nächster bist du dran, Baschar!“, heißt es auf der Facebook-Seite Syrian Revolution 2011 . Der Internet-Auftritt der Opposition zeigt auch die rot durchgestrichenen Porträts der gestürzten Machthaber Husni Mubarak (Ägypten), Ben Ali (Tunesien) und Gaddafi – neben den nicht durchgestrichenen Konterfeis von Assad und Ali Abdullah Salih (Jemen). „Dies ist das Ende der Tyrannen“, heiß es auf der Seite. In Syrien verlangen die Bürger seit März bei großen Demonstrationen politische Reformen und den Rücktritt des Assad-Regimes. Bei der Unterdrückung der Proteste durch die Sicherheitskräfte sind nach UN-Angaben 3000 Menschen getötet worden.

18.24 - Nato beendet Libyen-Einsatz

Am Tag nach dem Tod des libyschen Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi will die Nato ihren Militäreinsatz in Libyen beenden. Der Nato-Rat wurde für Freitag zu einer Sondersitzung einberufen, sagten Diplomaten am Donnerstag in Brüssel. Das Gremium der Botschafter der 28 Nato-Staaten werde aller Voraussicht nach den Einsatz für abgeschlossen erklären. Die Nato hatte seit 31. März mehr als 26 000 Einsätze über Libyen geflogen, davon gut 9600 Kampfeinsätze. Zudem hatte das Bündnis eine Seeblockade verhängt. Eine Nato-Sprecherin hatte am Dienstag gesagt, die Beendigung des Einsatzes sei „sehr nah“. Sie werde erfolgen, wenn keine Gefahr mehr durch Gaddafi-treue Truppen für die Zivilbevölkerung bestehe.

18.21 - Frankreichs Präsident Sarkozy ruft zu Versöhnung auf

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat zu Versöhnung und Einheit in Libyen aufgerufen. „Der Tod von Muammar al-Gaddafi ist eine wichtige Etappe bei dem seit acht Monaten geführten Kampf des libyschen Volkes zur Befreiung von dem diktatorischen und gewalttätigen Regime“, heißt es in einer Erklärung aus dem Präsidialamt. Es gelte jetzt, ein demokratisches System in dem nordafrikanischen Land aufzubauen, in dem alle Bewohner ihren Platz fänden und die fundamentalen Rechte gesichert seien. „Für das libysche Volk öffnet sich ein neues Kapitel, das der Versöhnung in Einheit und Freiheit“, heißt es in der Erklärung weiter.

18.02 - Bundeskanzlerin sagt Libyen Hilfe zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft nach dem Tod des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi auf einen politischen Neuanfang für das Land. „Dieser Tag setzt einen Schlusspunkt unter das Regime Gaddafi, es ist ein wichtiger Tag für die Libyer“, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. „Damit geht ein blutiger Krieg zu Ende, den Gaddafi gegen sein eigenes Volk geführt hat.“ Der Weg sei nun endgültig frei für einen politischen Neuanfang in Frieden. „Darüber ist Deutschland erleichtert und sehr froh“, betonte die Kanzlerin.

Libyen müsse nun zügig weitere entschlossene Schritte in Richtung Demokratie gehen und die bisherigen Errungenschaften des arabischen Frühlings unumkehrbar machen. „Auf diesem Weg zu Demokratie, Rechtstaatlichkeit und nationaler Versöhnung wird Deutschland Libyen begleiten und unterstützen“, versicherte Merkel.

17.57 - „Bis zum Ende der Krise ist es noch ein weiter Weg“

Nach dem Tod des libyschen Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi hofft Russland auf Frieden in dem nordafrikanischen Land. Kremlchef Dmitri Medwedew forderte die Vertreter des Übergangsrates und der verschiedenen Stämme zu einer Einigung über die künftige Regierung auf. „Libyen muss ein moderner demokratischer Staat werden“, sagte Medwedew bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in Moskau nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Zu diesem Zeitpunkt ging der Kremlchef noch von einer Gefangennahme Gaddafis aus.

Allerdings gab es auch kritische Stimmen in Moskau. Der Tod Gaddafis werde die Situation in Libyen nicht radikal ändern, sagte Medwedews Sondergesandter Michail Margelow, der mehrmals die Region bereist hatte. „Bis zum Ende der Krise ist es noch ein weiter Weg.“ Auch ohne Gaddafi sei ein Guerilla-Krieg in Libyen weiterhin möglich, warnte Margelow. „Das heutige Problem Libyens ist nicht die Frage nach Leben oder Tod Gaddafis. Es ist das Problem der Konsolidierung der breitgefächerten libyschen Gesellschaft und der Stärkung der Streitkräfte.“

Russland hatte sich auf dem G8-Gipfel im französischen Deauville im Mai einer Erklärung angeschlossen, die den Rücktritt Gaddafis forderte. Zuvor hatte die UN-Vetomacht durch Enthaltung die Resolution des Weltsicherheitsrates gegen Libyen ermöglicht. Allerdings kritisierte Moskau stets die Luftangriffe der Nato gegen die Truppen des Gaddafi-Regimes.

17.55 - Rebellen wollen Libyen am Freitag für "befreit" erklären

Der Präsident des Nationalen Übergangsrats, Mustafa Abdel Dschalil, werde bis spätestens Freitag „die Befreiung des Landes erklären“, sagte der Regierungschef der neuen Führung, Mahmud Dschibril, in Tripolis vor Journalisten. Dann werde er auch „Details über die Tötung Gaddafis“ bekannt geben. „Mit der Bestätigung, dass alle bösen Menschen, Gaddafi eingeschlossen, aus unserem geliebten Land verschwunden sind, ist es Zeit für die Libyer, ein neues Land auf den Weg zu bringen, ein vereintes Libyen, ein Volk mit einer Zukunft“, sagte Dschibril.

17.21 - UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zu Gaddafis Tod

Nach dem Tod von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi hat der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Libyer zur Versöhnung aufgerufen. „Die Kämpfer aller Seiten müssen ihre Waffen in Frieden niederlegen. Das ist die Zeit der Versöhnung, nicht der Rache“, sagte Ban am Donnerstag in New York. „Die Zukunft des libyschen Volkes wird nicht einfach und voller Herausforderungen sein.“ Deshalb müssten alle Libyer kooperieren. „Die Herausforderungen der Zukunft können sie nur zusammen und versöhnt meistern.“

17.18 - Strenge Sicherheitsvorkehrungen in Misrata

Ein Kämpfer der Revolutionstruppen in Misrata sagte der Nachrichtenagentur dpa, in der Stadt seien am Nachmittag strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, bevor die Leiche des gestürzten Diktators in die Stadt gebracht wurde

17.12 - Libyscher Ministerpräsident bestätigt Gaddafis Tod

Der libysche Ministerpräsident Mahmud Dschibril hat den Tod des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi bestätigt. Jetzt sei es an der Zeit, ein neues, einiges Libyen zu schaffen, sagte Dschibril am Donnerstag in Tripolis. Derweil berichteten Vertreter der Übergangsregierung, dass auch Gaddafis Sohn Mo'Tassim von Kämpfern der neuen Führung erschossen worden sei. Gaddafis vor allem im Ausland bekannter Sohn Saif al-Islam sei auf der Flucht von Einheiten der Regierung eingekreist worden.

17.02 - Britischer Premier sagt Libyen Unterstützung zu

Der britische Premierminister David Cameron hat dem libyschen Volk nach der Nachricht vom Tod von Muammar al-Gaddafi weiter Unterstützung zugesagt. Die Menschen in Libyen hätten nun eine noch größere Chance, sich eine Zukunft aufzubauen, sagte Cameron am Donnerstag in London. Dabei werde man mit ihnen zusammenarbeiten und sie unterstützen. „Ich bin stolz auf die Rolle, die Großbritannien dabei gespielt hat“, sagte er mit Blick auf den Sturz des Gaddafi-Regimes. Cameron erinnerte zugleich an dessen Opfer.

17.00 - US-Außenministerin Hillary Clintons Reaktion auf den Tod Gaddafis: „Wow.“

US-Außenministerin Hillary Clinton am Donnerstag in der afghanischen Hauptstadt Kabul, als sie via Smartphone erstmals von den Berichten über das Schicksal des libyschen Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi erfuhr.

16.52 - Gaddafis Leiche soll Gerichtsmediziner übergeben werden

Ein Augenzeuge sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija, der Leichnam Gaddafis sei am Donnerstag in das Viertel Souk al-Tawansa in Misrata gebracht worden. Dort sollte er an Gerichtsmediziner übergeben werden. Der Augenzeuge sagte, die Leiche des Tyrannen sei nicht verstümmelt. Er sei offensichtlich durch Schüsse gestorben.

16.31 - Gaddafi versteckte sich in Betonröhre

Die Berichte über die genauen Umstände des Todes sind widersprüchlich. Informationsminister Schammam sagte, Milizionäre hätten versucht, ein Haus in Sirte zu stürmen. Gaddafi habe dann versucht zu flüchten. Er könne aber nicht sagen, ob Gaddafi in dem Haus oder in einem Fahrzeug getötet worden sei. In anderen Berichten hieß es dagegen, Gaddafi habe versucht, in einem Konvoi zu fliehen, als er gerade Sirte verlassen wollte. Die Nato bestätigte am Donnerstag lediglich einen Angriff auf einen Konvoi. Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira meldete unter Berufung auf Milizionäre, dass Gaddafi in einem Erdloch gefasst worden war. Der britische Sender BBC zitierte einen Milizionär, wonach Gaddafi gebettelt haben soll: „Nicht schießen, nicht schießen.“

Der Nachrichtensender Al-Arabija zeigte am Donnerstag Bilder von dem Ort in Sirte, an dem die Kämpfer Gaddafi angeblich gefunden hatten. Zu sehen sind zwei große Betonröhren, darüber hat jemand auf eine Betonwand gesprüht: „Dies ist der Platz der verfluchten Ratte Al-Gaddafi – Gott ist groß“. Vor den Betonröhren liegen Leichen.

>>> Foto: Aufnahme vom Versteck Ghaddafis, einer Betonröhre (ACHTUNG: drastische Darstellung)

>>> Foto: weitereAufnahme vom Versteck Ghaddafis (ACHTUNG: drastische Darstellung)

16.24 SPD reagiert mit Erleichterung auf Gaddafis Tod

Die SPD reagiert mit Erleichterung auf Meldungen über den Tod des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi. „Mit dem Ende Gaddafis ist endgültig der Weg frei für einen politischen Neuanfang in Libyen“, sagte SPD-Fraktionsvize Gernot Erler. Nach Angaben des libyschen Informationsministers Mahmud Schammam ist Gaddafi bei Kämpfen in seiner Geburtsstadt Sirte getötet worden.

Erler bedauerte zugleich, dass Gaddafi nicht mehr vor Gericht gestellt werden könne. „Leider ist mit Gaddafis Tod der Weg für eine juristische Aufarbeitung seiner Verbrechen nicht mehr möglich. Für die Opfer des alten Regimes wäre dies ein wichtiges Signal gewesen“, sagte der SPD-Politiker. Jetzt seien Deutschland und Europa besonders gefragt, dem Land solidarisch zur Seite zu stehen und beim Wiederaufbau zu helfen.

16.11 - Informationsminister: Gaddafi ist tot

„Alle Hinweise, die wir haben, besagen, dass Oberst Gaddafi Geschichte ist“, sagt Informationsminister Mahmud Schammam dem US-Nachrichtensender CNN. Gaddafi sei während der Gefechte in seiner Heimatstadt Sirte von Milizionären getötet worden. Der Übergangsrat wollte sich noch am Donnerstag äußern. Die genauen Umstände des Todes bleiben zunächst unklar. Nach widersprüchlichen Berichten soll Gaddafi entweder während der Flucht aus einem Haus, in einem Autokonvoi, in einem Erdloch oder aber versteckt hinter großen Betonröhren getötet worden sein.

16.08 - Grüne: Gaddafi hätte sich in Den Haag verantworten sollen

Die Grünen hoffen nach Meldungen über den Tod des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi auf ein rasches Ende des Bürgerkrieges in dem nordafrikanischen Land. Zugleich äußerte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck am Donnerstag die Hoffnung, dass „Racheakte von Gaddafis getreuen Schergen“ ausblieben. Nach Angaben des libyschen Informationsministers Mahmud Schammam ist Gaddafi bei Kämpfen in seiner Geburtsstadt Sirte getötet worden.

Beck bedauerte, dass Gaddafi nicht mehr juristisch belangt werden könne. Es wäre gut gewesen, wenn er sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag für die von ihm verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit hätte verantworten müssen.

16.07 - Gaddafi-Sohn angeblich tot

Bei den Kämpfen um die libysche Küstenstadt Sirte ist nach Angaben eines Kommandeurs der neuen Führung des Landes neben dem langjährigen libyschen Machthaber Muammar el Gaddafi auch sein Sohn Mutassim getötet worden. „Wir haben seine Leiche gefunden“, sagte am Donnerstag Mohammed Leith in Sirte. Seine Leiche und die von Gaddafis früherem Verteidigungsminister Abu Baker Junis Dschabir seien nach Misrata gebracht worden. Der 1975 geborene Karrieresoldat und Arzt Mutassim war 2007 zum Chef des nationalen Sicherheitsrates berufen worden. Mutassim galt vor dem Beginn des Aufstandes in Libyen als der stärkste Konkurrent seines Bruders Seif el Islam um die Nachfolge an der Führungsspitze.

16.04 - Erleichterung bei libyscher Gemeinde in Berlin nach Gaddafis Tod

In der libyschen Gemeinde in Berlin herrscht nach Meldungen über den Tod des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi Erleichterung. „Es ist die größte Freude meines Lebens“, sagte der Sprecher der Gemeinde, Mohamed El-Asil. Er hoffe, dass jetzt nicht nur Libyen, sondern die ganze Welt in Frieden leben könne. Nach den Worten des Sprechers ist die Situation in seinem Heimatland „unbeschreiblich“. Die Menschen in der Hauptstadt Tripolis würden auf den Straßen feiern. Er habe nach der Nachricht über den Tod Gaddafis bereits mehrfach mit seinen Verwandten telefoniert, sagte der 34-Jährige. Er gehe davon aus, dass Libyen in wenigen Tagen ganz befreit sein wird von Gaddafis Familie.

15.43 - Die goldene Pistole des Ex-Diktators

Die Nachrichtenagentur afp zeigt das Foto eines libyschen Rebellen, der angeblich die goldene Pistole Gaddafis in der Hand hält.

>>>Foto: Die Waffe Gaddafis in den Händen der Rebellen

15.47 - Graffiti am Fundort Gaddafis

Laut „Guardian“ befindet sich ein Graffiti oberhalb des Ablussrohres, in dem Gaddafi aufgegriffen worden sein soll. Die Übersetzung: „Dies ist der Ort, an dem sich die Ratte Gaddafi versteckt hat. Verachtenswerter Gaddafi.“

15.37 - EU-Stellungnahme: "Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung"

Nach den Berichten über den Tod des libyschen Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi sieht die Europäische Union „ein Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung, unter der das libysche Volk zu lange gelitten hat“. In einer Erklärung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vom Donnerstag heißt es: „Heute kann Libyen eine neue Seite in seiner Geschichte aufschlagen und eine neue demokratische Zukunft beginnen.“ Die politische EU-Spitze forderte den Nationalen Übergangsrat Libyens auf, einen „breit angelegten Prozess der Aussöhnung“ einzuleiten. Dieser müsse sich an alle Libyer richten und einen „demokratischen, friedlichen und transparenten Übergang im Land ermöglichen“.

15.28 - Gaddafi-Sohn angeblich festgenommen

Ein Sohn des gestürzten libyschen Machthabers Muammar Gaddafi ist Fernsehberichten zufolge in der Stadt Sirte gefasst worden. Einheiten der Übergangsregierung hätten Motassim Gaddafi lebend gefangengenommen, berichteten die Sender Al-Dschasira und Al-Arabija am Donnerstag. Einzelheiten nannten sie nicht. Al-Dschasira berichtete ferner unter Berufung auf einen Vertreter der Übergangsregierung, Gaddafis Sohn Saif Al-Islam sei vermutlich noch auf der Flucht in der Wüste im Süden Libyens.

15.26 - NATO-Sprecher über Lufangriff auf Gaddafi-Konvoi

Nach Angaben eines NATO-Sprechers in Neapel hatte das Militärbündnis habe am Morgen in der Nähe von Sirte zwei Wagen von Gaddafi-Loyalisten aus der Luft angegriffen, die Teil einer größeren Wagenkolonne gewesen seien. Ein Kommandeur des Übergangsrates, Abdel Basit Harun, sagte, Gaddafi sei getötet worden, als die Wagenkolonne, mit der er fliehen wollte, aus der Luft angegriffen wurde. Der Misrata-Militärrat, eine von vielen Milizen der Übergangsregierung, hatte erklärt, seine Kämpfer hätten Gaddafi in Sirte gefangen genommen.

Kämpfer des Übergangsrates hatten die Hochburg am Donnerstag nach schweren Gefechten eingenommen. Die verbliebenen Bastionen der Gaddafi-treuen Kämpfer seien überrannt und der letzte Widerstand niedergeschlagen worden, berichteten Reporter. Kurz vor dem Angriff, der 90 Minuten dauerte, versuchten den Angaben zufolge Gaddafis Söldner mit fünf Lastwagen über die Küstenstraße zu entfliehen. Sie wurden unter Feuer genommen. Es soll 20 Tote gegeben haben.

15.15 Uhr - Augenzeugenbericht eines britischen Journalisten

Ben Farmer, Reporter der britischen Zeitung “Daily Telegraph” und einer der wenigen westlichen Journalisten vor Ort, berichtet:

„Gaddafi wurde letztlich in einem Abflussrohr gestellt, das sich unterhalb einer Landstraße im Westen der Stadt Sirte befindet. Rebellen sagten, eine Fahrzeugkolonne wollte im Morgengrauen die Belagerung durchbrechen. Sie parkten etwa drei bis vier Kilometer außerhalb der Stadt. Gadaffi und etliche Bodyguards wurden gezwungen, in dem Rohr Unterschlupf zu suchen. Dort wurden sie dann von den Revolutionstruppen aufgegriffen und weggebracht.“

15.13 - Al-Dschasira sendet ein Porträt des Ex-Diktators

>>>Video: Das Gaddafi-Porträt bei Al-Dschasira

15.11 - Übergangsrat: "Die Revolution hat Gaddafi getötet"

Der gestürzte libysche Machthaber Muammar el Gaddafi ist tot. Das teilt der Nationale Übergangsrat in Bengasi mit. „Wir verkünden der Welt, dass Gaddafi durch die Hände der Revolution getötet wurde“, erklärte der Sprecher der neuen libyschen Führung, Abdel Hafes Ghoga. „Das ist ein historischer Moment, es ist das Ende der Tyrannei und der Diktatur“, fügte er hinzu. Zuvor hatte ein Kommandeur der neuen libyschen Führung erklärt, dass Gaddafi in seiner Geburtsstadt Sirte gefangen genommen und schwer verletzt worden sei. Ein mit einer Handykamera aufgenommenes Bild zeigte die Festnahme des verletzten Machthabers.

Die Truppen der libyschen neuen Führung erklärten unterdessen, die umkämpfte Küstenstadt Sirte sei „vollständig befreit“. Durch die Befreiung von Gaddafis Geburtststadt und die „Bestätigung für den Tod Gaddafis“ sei nun auch ganz Libyen nun „vollständig befreit“, sagte Chalifa Haftar, ein hochrangiger Militärvertreter des Übergangsrates.

15.10 - Militärkommandant des Übergangsrats bestätigt Gaddafis Tod

Der Militärkommandeur des libyschen Übergangsrates in Tripolis, Abdelhakim Belhadsch, bestätigt in einem TV-Bwericht des arabischen Senders Al-Dschasira den Tod Gaddafis in Sirte. Ein Kämpfer der Übergangsrat-Milizen sagte der BBC in Sirte, er sei dabei gewesen, als sein Trupp auf Gaddafi stieß und auf ihn schoss. Der Übergangsrat will sich erst noch offiziell äußern.

14.56 - Berlusconi zu Gaddafi: "So vergeht der Ruhm der Welt"

„Sic transit gloria mundi“ – so vergeht der Ruhm der Welt. Mit diesen Worten reagiert der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf die Berichte über den Tod seines einstigen Freundes Muammar el-Gaddafi. Er fügt nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa hinzu: „Jetzt ist der Krieg vorbei.“ Außenminister Franco Frattini nennt Gaddafis Festnahme als „großen Sieg für das libysche Volk“.

14.42 - Angebliche Fotos von Gaddafis Leiche

Mehrere Fernsehsender zeigen ein angebliches Foto des toten Gaddafi. Auf dem Bild ist anscheinend der tote Gaddafi mit blutverschmiertem Gesicht zu sehen.

>>> Foto: Handy-Aufnahme, die angeblich den toten Ghaddafi zeigt (ACHTUNG: drastische Darstellung)

14.39 - TV-Sender: "Gaddafi ist bei bester Gesundheit"

Der dem Machthaber nahestehende Sender Al Libya auf seiner Internetseite die Gefangennahme oder den Tod des Gaddafis bestritten. Diese Informationen „entbehren jeder Grundlage“, hieß es. Gaddafi sei bei „guter Gesundheit“. Es sei außerdem „nicht das erste Mal“, dass derlei Gerüchte im Umlauf seien.

14.37 - Kämpfer: "Ich nahme Gaddafi seine goldene Pistole ab"

Laut Rebellen-Kommandeur Mohammed Leith trug Gaddafi eine kakifarbene Uniform und hatte einen Turban auf dem Kopf. Mohammed Lahuaib Tschaban, einer der Kämpfer in Sirte, sagt einer AFP-Reporterin, er habe dem gestürzten Machthaber seine Waffe, einen goldenen Revolver, abgenommen. Ein mit einer Handykamera aufgenommenes Bild zeigte die Festnahme des verletzten Machthabers.

Der Sender Libya lil Ahrar berichtete, außer Gaddafi seien auch sein Sohn Muatassim sowie der Chef der inneren Sicherheit, Mansur Dau, und Geheimdienstchef Abdallah Senussi festgenommen.

Der niederländische Regierungschef Mark Rutte sagte bei einem Besuch in Moskau, er sei über die Gefangennahme Gaddafis informiert worden. „Mein Assistent hat mir gerade gesagt, dass Gaddafi wirklich gefangen genommen wurde“, sagte er bei einer Pressekonferenz mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew. „Ich freue mich, dass er gefasst wurde.“

14.18 - "Gaddafi wurde auch am Kopf getroffen"

Ein Rebellen-Kommandeur erklärt, Gaddafi sei bei der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte verletzt und gefangen genommen worden. Kurz darauf sei der frühere Staatschef seinen schweren Verletzungen erlegen. „Er wurde auch in den Kopf getroffen“, sagte der Vertreter der Regierung. „Seine Gruppe wurde heftig beschossen, und er starb.“ Sirte war nach Angaben der Übergangsregierung am Donnerstag erobert worden. Dem Rebellen-Kommandeur zufolge floh Gaddafi in einem Konvoi, der von der Nato angegriffen wurde. Gaddafis Militärchef Abu Bakr Junus Jabr sei ebenfalls getötet worden.

Der Chef der libyschen Übergangsregierung Mustafa Abdel Dschalil will sich einem Fernsehbericht zufolge in Kürze an die Bevölkerung wenden.

14.04 - USA „können Festnahme oder Tod Gaddafis nicht bestätigen"

Die US-Regierung kann bisher die Gefangennahme oder den Tod des gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafis nicht bestätigen, so die Sprecherin des Washingtoner Außenministeriums, Victoria Nuland.

13.51 - Lybisches Fernsehen meldet Gaddafis Tod

Der libysche Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi soll nach unbestätigten Angaben des libyschen Fernsehens während der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte getötet worden sein. Gaddafi sei in einem Autokonvoi unterwegs gewesen, als angegriffen wurde. Libyens Informationsminister Mahmud Schammam wollte die Meldung zunächst nicht bestätigen. Der Übergangsrat werde sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

Der Sender Al Arabia berichtet, Gaddafi sei schwer verletzt festgenommen worden. Kurz darauf sei er an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Seine Leiche sei in die Stadt Misrata gebracht worden.

13.40 - Rebellen-Kommandeur bestätigt Gefangennahme

„Er wurde festgenommen. Er ist schwer verletzt, aber er atmet noch“, sagt Mohammed Leith, einer der Kommandeure des Übergangsrats. Er habe ihn selbst gesehen, fügte er hinzu. Demnach wurde Gaddafi in seiner Heimatstadt Sirte gefasst. Leith zufolge trug er eine kakifarbene Uniform und hatte einen Turban auf dem Kopf.

Gaddafi wurde den Berichten zufolge an beiden Beinen verletzt und in einem Krankenwagen abtransportiert worden. Gaddafi sei in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte gefangengenommen worden, als er in einem von Konvoi fliehen wollte, der von der Nato angegriffen wurde. Dagegen sagte ein Rebellen-Kämpfer der Nachrichtenagentur Reuters, Gaddafi habe in einem Loch Deckung gesucht und „nicht schießen, nicht schießen“ gerufen.

Was stimmt, bleibt vorerst unklar: Der Sprecher des Nationalen Übergangsrats, Dschalal el Gallal, und Militärsprecher Abdul Rahman Busin sagen, ihnen seien die Berichte bekannt, sie seien aber noch nicht bestätigt.

13.37 - Menschen feiern in Tripolis - Lage unklar

Ein Sprecher der Übergangsregierung sagt dem Nachrichtensender Al-Arabija: „Hier in Tripolis feiern die Menschen schon auf den Straßen, aber wir haben noch keine sichere Bestätigung für seine Festnahme“. Al-Arabija meldete außerdem, in Sirte seien Gaddafis Sohn Muatassim und Abdullah al-Sanussi, ein enger Vertrauter des ehemaligen Machthabers, festgenommen worden. Gaddafi soll angeblich in die Stadt Misrata gebracht werden. Auch Gaddafi soll sich laut Al-Dschasira in Sirte aufgehalten haben. Seine Heimatstadt war am Donnerstag von Milizen des Übergangsrates erobert worden. Mit dem Fall von Sirte und der Festnahme Gaddafis ist die Herrschaft des langjährigen Diktators endgültig beendet.

13.17 - Gaddafi in Sirte angeblich gefangen genommen

Die Nachrichtenagentur Agence France Presse meldet unter Bezug auf des Kommandant des libyschen Übergangsrats und libysche Medien: "Gaddafi gefangen." Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet ebenfalls von Gaddafis Gefangennahme, mit dem Zusatz, der Ex-Machthaber sei "an beiden Beinen verletzt". Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Bezug auf den arabischen Fernsehsender Al-Dschasira, Gaddafi sei während der Festnahme durch Schüsse in die Beine verletzt worden.

Zuvor hatte der Militärsprecher der Übergangsrates, Abedel Rahman Busen, gesagt, Sirte sei „fast befreit“. Es gebe noch einige „Auseinandersetzungen niedriger Intensität“. Die Truppen der neuen Führung seien dabei, Häuser zu durchkämen, in denen sich die letzten Gaddafi-Kämpfer verschanzt hätten. Ein Kommandant des Übergangsrates an der Front in Sirte hatte zuvor gesagt, dass die Truppen in das letzte Viertel von Gaddafis Geburtsstadt eingedrungen seien, das noch von seinen Unterstützern gehalten werde.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen