Renate Künast

Betrunkener Stephan war nicht mehr tragbar

Die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast hat sich von ihrem bisherigen Wahlkampfmanager André Stephan deutlich distanziert. "Ich bedaure zutiefst die Umstände des ganzen Vorfalls", sagte sie.

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Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast hat sich deutlich von ihrem entlassenen Wahlkampfmanager André Stephan distanziert und seine Alkoholfahrt verurteilt.

Jemand, „der so betrunken Auto fährt, ist schlicht und einfach als Wahlkampfleiter nicht tragbar“, sagte Künast am Freitag in Berlin. „Ich bedaure zutiefst die Umstände des ganzen Vorfalls.“

Zusätzlichen Ärger habe bei ihr ausgelöst, dass sich Stephan gegenüber der Partei erst erklärt habe, als die Vorwürfe öffentlich wurden.

"Wir Grüne gehen von null Promille Alkohol am Steuer aus und auch von bestimmten Umgangsformen gegenüber der Polizei“, betonte Künast, die bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September Klaus Wowereit (SPD) als Regierenden Bürgermeister ablösen will. Ihren Wahlkampf leitet seit Freitag der ehemalige Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Heiko Thomas.

Der 31-jährige Stephan war in der Nacht zum Mittwoch nach dem Hoffest beim Regierenden Bürgermeister nach einer Trunkenheitsfahrt festgenommen worden. Zunächst soll er versucht haben zu Fuß flüchten, dann habe er bei der Festnahme um sich getreten und Einsatzkräfte beleidigt, bevor er überwältigt werden konnte.

Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Trunkenheit am Steuer. Der Führerschein wurde beschlagnahmt.