Nach der Bundeskanzlerin hat sich auch die CDU-Spitze demonstrativ hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble gestellt. Mit Blick auf Schäubles erneute Kandidatur für das CDU-Präsidium auf dem Parteitag am Montag sagte Generalsekretär Hermann Gröhe: „Es ist spürbar, dass in der Parteispitze alle froh sind, dass Schäuble erneut kandidiert. Und ich bin sicher, dass dies auch im Wahlergebnis Ausdruck findet.“
Das Präsidium habe vergangenen Montag über das Personalpaket auf dem Parteitag gesprochen. Auch von der Unions-Basis gebe es keine kritischen Stimmen. „Ich habe keine Hinweise, die sich als Gegenstimmen zu Wolfgang Schäuble interpretieren ließen“, sagte Gröhe. Gerade nach dem G20-Gipfel in Seoul werde deutlich werden, „wie wichtig und von der Union getragen die Beiträge unseres Finanzministers sind.“
Gröhe reagierte damit auf Spekulationen über eine Ablösung Schäubles. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Spekulationen in Seoul als frei erfunden bezeichnet und erklärt, sie habe auf dem Gipfel mit Schäuble hervorragend zusammengearbeitet und beabsichtige, das auch weiter zu tun.
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) wäre nach einem Bericht des „Handelsblatts“ bei einer Kabinettsumbildung als neue Bundesumweltministerin im Gespräch. Auch Gönner, der ein sehr guter Kontakt zur Kanzlerin nachgesagt wird, sagte in Stuttgart: „Ich würde mich der Aussage von Kanzlerin Merkel anschließen und sagen: Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.“
Einer der Gründe für die Diskussion ist die Kritik Schäubles an seinem Sprecher Michael Offer vor Journalisten in der vergangenen Woche und Offers Rücktritt am Dienstag.
Reuters/dpa/nt





