+++ Live-Ticker Libyen +++

Gaddafi wirft Niederländern Spionage vor

Drei niederländische Soldaten, die auf einer Rettungsmission waren, werden in Libyen festgehalten. Jetzt bezichtigt man sie der Spionage.

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Aufständische und Gaddafi-treue Truppen haben sich in Libyen Kämpfe um die Stadt Ras Lanuf geliefert.

Video: Reuters
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+++ 17.01 Uhr +++

Mehr als 191.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bisher vor der Gewalt in Libyen außer Landes geflohen. Zudem seien rund zehntausend Menschen derzeit auf dem Weg zur ägyptischen Grenze, wo sie in zwei oder drei Tagen eintreffen dürften, teilte das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) unter Verweis auf Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mit.

+++ 16.30 Uhr +++

Nach teilweise kritischen Evakuierungseinsätzen in Libyen sind rund 150 Bundeswehrsoldaten wohlbehalten wieder nach Deutschland zurückgekehr t. „Dieser Einsatz ist nicht risikofrei gewesen“, sagte Generalleutnant Rainer Glatz vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr, der die Männer in Empfang nahm und ihnen für ihre Arbeit dankte. Die Soldaten hatten seit Beginn der Unruhen in dem nordafrikanischen Staat 262 Menschen aus Libyen ausgeflogen.

+++ 14.55 Uhr +++

Drei niederländische Marineflieger , die bei einer missglückten Befreiungsaktion in Libyen in Gefangenschaft geraten sind, werden jetzt der Spionage bezichtigt. Das berichtete der niederländische Rundfunk NOS unter Berufung auf das libysche Staatsfernsehen.

Die Soldaten waren Mitte der Woche mit ihrem Hubschrauber von dem Kriegsschiff „MS Tromp“ gestartet und in der libyschen Stadt Sirte gelandet, um zwei Niederländer auszufliegen. Unmittelbar nach der Landung wurden sie von einer Gaddafi-treuen Milizgruppe angegriffen und gefangen genommen. Zunächst war den drei Fliegern Verletzung internationalen Rechts vorgeworfen worden.

„Ziel dieses Hubschrauber-Einsatzes war es, Spione entweder abzuholen oder abzusetzen “, hieß es jetzt im libyschen Fernsehen. Gleichzeitig wurde von einer „internationalen Konspiration“ gegen Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi gesprochen.

Die Niederlande bemühen sich in intensiven Verhandlungen auf verschiedenen Ebenen um die Freilassung der drei Marineflieger. Zu Einzelheiten wollte sich die Regierung in Den Haag nicht äußern. „Das Wohl unserer Militärs hat jetzt Vorrang“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte.

+++ 14.20 Uhr +++

Der von Rebellen im Osten des Landes gegründete sogenannte Nationalrat will sich am Samstag erstmals zu einer offiziellen Sitzung versammeln. Der Ort ist geheim.

+++ 13.01 Uhr +++

Die Linksfraktion hat scharfe Kritik an der Aufrüstung libyscher Sicherheitskräfte durch deutsche Firmen geübt. Links-Fraktionsvize Jan van Aken wies darauf hin, dass mit Genehmigung der Bundesregierung allein im Jahr 2009 Rüstungsgüter im Wert von 53,2 Millionen Euro an Libyen geliefert worden seien. Im Zeitraum von 2005 bis 2009 betrug das Volumen demnach insgesamt 83,5 Millionen Euro. Van Aken berief sich auf die Rüstungsexportberichte der Bundesregierung sowie auf eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion vom Januar.

+++ 12.02 Uhr +++

Nach heftigen Kämpfen haben sich die Truppen des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi wieder aus dem Inneren der Stadt Al-Sawija zurückgezogen. Aufständische in der Stadt 50 Kilometer westlich von Tripolis hätten die Angreifer, die auch Panzer und Artillerie einsetzten, zurückgeschlagen, berichtete ein Augenzeuge dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira.

+++ 11.49 Uhr +++

China hat auch die letzten seiner noch in Libyen festsitzenden Arbeiter zurück in ihre Heimat gebracht . Ein Flugzeug mit den mehr als 300 Menschen traf in Guangzhou in Südchina ein, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Sie wurden im benachbarten Tunesien abgeholt, wohin viele vor den Unruhen in Libyen geflüchtet waren.

+++ 11.28 Uhr +++

Die USA und andere Nato-Staaten ziehen starke Einheiten auf dem großen Stützpunkt von Souda im Westen der Mittelmeerinsel Kreta zusammen. Wie griechische Medien und Augenzeugen aus der Region berichteten, sind bereits zwei große amerikanische Schiffe in der Bucht von Souda eingelaufen, darunter der Hubschrauberträger "USS Kearsarge“. An Bord seien rund 1200 Besatzungsmitglieder, darunter fast 800 Marineinfanteristen, berichtete der griechische Rundfunk. Das Schiff eignet sich sowohl für Landungsunternehmen wie auch für Evakuierungsaktionen.

Zudem sollen im nahegelegenen Flughafen von Souda-Akrotiri Spezialeinheiten aus verschiedenen Nato-Staaten, darunter auch aus Deutschland, angekommen sein. Genaue Zahlen wollte das Verteidigungsministerium in Athen nicht nennen.

+++ 10.41 Uhr +++

Bei den Kämpfen um die libysche Hafenstadt Ras Lanuf sind nach Krankenhausangaben mindestens acht Menschen getötet worden.

+++ 10.18 Uhr +++

Über Teilen Sawijas hänge dichter schwarzer Rauch, berichten Augenzeugen. Den Berichten zufolge wüten mehrere Brände in der Stadt. Zudem hätten Scharfschützen begonnen, das Feuer auf jeden zu eröffnen, der auf die Straße gehe oder seinen Balkon betrete.

+++ 09.41 Uhr +++

Nach der Eroberung von Ras Lanuf haben die Rebellen nach eigenen Angaben auch die Kontrolle über die 60 Kilometer entfernte Stadt Bin Dschawad übernommen.

+++ 09.22 Uhr +++

Die Deutsche Marine hat mit der Evakuierung von Flüchtlingen begonnen. Mehrere hundert Flüchtlinge werden nun mit Beibooten auf die drei deutschen Schiffe gebracht, die dann Kurs auf deren Heimatland Ägypten nehmen sollen.

+++ 09.17 Uhr +++

Truppen des libyschen MachthabersGaddafi haben nach Augenzeugenberichten Stellungen von Regierungsgegnern in der Stadt Sawija durchbrochen . Die Gaddafi-treuen Kämpfer hätten den Widerstand der Aufständischen mit Mörserbeschuss und Maschinengewehrfeuer überwunden und befänden sich nun in der Stadt. Sawija liegt 50 Kilometer westlich von Tripolis und war bisher der am nächsten an der Hauptstadt liegende Ort in der Hand von Regierungsgegnern

+++ 08.00 Uhr +++

Die Regierung Gaddafi hat Venezuela mit der Auswahl der Länder für ein "Komitee des Friedens“ beauftragt. Der venezolanische Außenminister Nicolas Maduro sagte, er habe eine entsprechende Nachricht von seinem Kollegen erhalten. Darin heiße es, Venezuela solle alle notwendigen Schritte unternehmen, um Mitglieder für das Komitee auszuwählen und ihre Beteiligung an dem Dialog zu koordinieren.

Venezuela gilt als enger Verbündeter Libyens. Im vergangenen Jahr unterzeichneten Vertreter beider Länder zahlreiche Abkommen und der venezolanische Präsident Hugo Chavez schenkte Gaddafi eine Kopie des Schwerts von Freiheitskämpfer Simon Bolivar.

+++ 07.44 Uhr +++

Im Zuge der vom Auswärtigen Amt koordinierten Hilfsaktion für geflohene Ausländer aus dem krisengeschüttelten Libyen haben drei deutsche Marineschiffe die tunesische Küste erreicht. Die zwei Fregatten und ein Einsatzgruppenversorger trafen or dem Hafen der Stadt Gabes ein, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte. Dort warteten sie nun auf den genauen Auftrag. Die Hilfsaktion in Richtung Ägypten solle noch im Tagesverlauf beginnen, ergänzte der Sprecher.

+++ 07.34 Uhr +++

Regierungstruppen und Gegner von Machthaber Gaddafi haben sich wieder schwere Kämpfe geliefert. Dabei sollen erneut Dutzende Menschen getötet worden sein. Allein in Sawija sprachen Einwohner von 30 toten Zivilisten.

+++ 05.55 Uhr +++

Die libyschen Rebellen haben nach eigenen Angaben die heftig umkämpfte Hafenstadt Ras Lanuf eingenommen. Ein Mitglied der libyschen Führung dementierte die Angaben.

+++ 05.54 Uhr +++

Bei einer Explosion in einem Waffendepot in der Nähe von Bengasi, der zweitgrößten Stadt Libyens, sind mindestens 19 Menschen gestorben.

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