Baden-Württemberg

Schwarz-Gelb und Rot-Grün liegen Kopf an Kopf

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In Baden-Württemberg deutet sich ein wahrer Wahl-Krimi an. Regierung und Opposition liegen gleichauf. Die Sozialdemokraten dürfen vom Ministerpräsidentenamt träumen.

Rund dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl zeichnet sich in Baden-Württemberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. In einer Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ und den Fernsehsender RTL liegen CDU und FDP sowie SPD und Grüne mit je 45 Prozent gleichauf.

Die schwarz-gelbe Koalition muss danach mit Verlusten rechnen: Für die CDU wollen sich derzeit 39 Prozent der Wähler entscheiden, rund fünf Prozentpunkte weniger als bei der letzten Wahl im März 2006. Die FDP erreicht in der Umfrage 6 Prozent, ein Minus von ebenfalls rund 5 Punkten. Die SPD kommt auf 26 Prozent, rund 1 Punkt mehr als 2006. Größter Gewinner wären die Grünen, die mit 19 Prozent rund 7 Prozentpunkte zulegen. Die Linke erreicht 4 Prozent und wäre nicht im Landtag vertreten.

Für die vor dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gestartete Umfrage befragte Forsa repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in Baden-Württemberg.

Knappe Mehrheit für Stuttgart 21

Wenn die Baden-Württemberger ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 33 Prozent für Amtsinhaber Stefan Mappus (CDU) entscheiden. SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid käme auf 16 Prozent, Grünen-Kandidat Winfried Kretschmann von den Grünen auf 15 Prozent. Dabei genießt Mappus der Umfrage zufolge vor allem im eigenen Lager große Zustimmung: 71 Prozent der CDU-Wähler würden für ihn stimmen. Schmid dagegen kommt bei den SPD-Wählern nur auf 38 Prozent, Kretschmann bei den Grünen-Anhängern auf 47 Prozent.

Wichtigstes Wahlkampf-Thema ist nach Einschätzung der Befragten der Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Auf die Frage, was das wichtigste Problem des Landes sei, nannten 32 Prozent „Stuttgart 21“. An zweiter Stelle stehen Bildungs- und Schulpolitik (27 Prozent) sowie Verkehrsprobleme (24 Prozent). Für einen Umbau des Hauptbahnhof nach den bisherigen Plänen sprachen sich 51 Prozent der Baden-Württemberger aus. 39 Prozent - insbesondere Anhänger von Grünen und Linken – lehnten dies ab.

( dapd/dpa/sam )