Baden-Württemberg

Union und FDP enteilen im Südwesten Grün-Rot

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Gute Nachrichten für Ministerpräsident Stefan Mappus: Einer Umfrage zufolge liegt das Bündnis aus CDU und FDP in Baden-Württemberg klar vorn.

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg kann Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) laut einer Umfrage mit einer Fortsetzung seiner schwarz-gelben Koalition rechnen. In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ legte die FDP seit der letzten Umfrage im Januar um zwei Prozentpunkte zu und kam auf sieben Prozent. Die CDU erreichte unverändert 40 Prozent.

Die SPD verlor einen Punkt und kam auf 19 Prozent. Die Grünen büßten erneut zwei Punkte ein und lagen bei 25 Prozent. Die Linke wäre mit vier Prozent weiterhin nicht im Landtag vertreten, wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären.

Grünen-Politiker Boris Palmer will trotz des Rückgangs nicht von einem Abwärtstrend reden. „Wenn die Kanzlerin uns zum schärfsten Gegner ausruft, und wir als die vermeintliche Dagegen-Partei geprügelt werden, aber immer noch bei Mitte 20 Prozent liegen, dann verfängt diese Kampagne offensichtlich nicht“, sagte der Oberbürgermeister von Tübingen dem Magazin.

Der Grünenfraktionsvize im Bundestag, Fritz Kuhn, ergänzte: „Die SPD ist in Baden-Württemberg für den Wähler einfach nicht attraktiv. Aber wir können ja jetzt nicht anfangen den roten Laden zu coachen, damit Rot-Grün attraktiver wird.“ Laut Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) entwickelt der Wahlkampf eine „Schärfe, wie ich sie selber in Baden-Württemberg noch nicht erlebt habe“. Befragt wurden vom Meinungsforschungsinstitut 1000 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte.