Wahlkampf im Südwesten

Mappus wirbt ohne Gesicht und ohne Stuttgart 21

Die CDU in Baden-Württemberg zeigt auf Wahlplakaten vorerst nicht das Gesicht des Ministerpräsidenten. Auch das Streitthema Stuttgart 21 wird nicht thematisiert.

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Genau ein Jahr nach seiner Amtseinführung hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) Eckpunkte der CDU-Wahlkampagne präsentiert. „Das ist ein Wahlkampf, der nicht nur mit der Person des Ministerpräsidenten zusammenhängt“, sagte Mappus in Stuttgart bei der Präsentation der Wahlplakate. Erst gegen Ende der Kampagne werde deshalb sein Konterfei zu sehen sein.

Ab der kommenden Woche dürfen die Parteien in Baden-Württemberg plakatieren, die CDU will zunächst mit den Themen Bildung und Wirtschaft werben. Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21, für das sich die CDU dezidiert ausgesprochen hat, wird nach Angaben eines Parteisprechers in der Plakatkampagne allerdings nicht thematisiert.

In Anspielung auf den Slogan der Stuttgart-21-Gegner sagte Mappus, dass eine der wichtigsten Botschaften sei, dass Baden-Württemberg „oben bleiben“ wolle, also an der Spitze. „Wenn man an der Spitze bleiben will, muss man viel tun. Von alleine geht es nicht.“

Jedes Kind solle unabhängig von seiner Herkunft gute Bildungschancen haben, erläuterte Mappus einen der Kernaspekte der Kampagne. Das entsprechende Plakat zeigt neben zwei weißen auch ein dunkelhäutiges Kind.

Mappus war vor einem Jahr vom Landtag als Ministerpräsident gewählt worden, nachdem sein Vorgänger Günther Oettinger (CDU) als Energiekommissar nach Brüssel gewechselt war. Bei der Landtagswahl am 27. März stellt er sich erstmals dem Volk zur Wahl.