Anschlagserie

Deutsche Botschaft in Athen erhält Paketbombe

In der griechischen Hauptstadt Athen haben ausländische Botschaften eine ganze Serie von Paketbomben erhalten. Eine Sendung war auch an die deutsche Vertretung adressiert.

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In Griechenland sind offenbar mehrere diplomatische Vertretungen das Ziel von Bomben gewesen, darunter auch die deutsche Botschaft.

Video: Reuters
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Die Serie von Anschlägen auf Botschaften mit Paketbomben in Griechenland reißt nicht ab. Während ein kleiner Sprengsatz am Dienstag in der Schweizer Vertretung in Athen explodierte, wurde ein an die deutsche Botschaft adressiertes Paket bei einer Kurierfirma kontrolliert zerstört, wie die Polizei mitteilte. Die Sendung sei bei der Botschaft eingegangen, wegen eines fehlenden Absenders aber zurückgegeben worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Hinter den Taten werden Linksextremisten vermutet.

Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt fünf Pakete mit Sprengsätzen entdeckt. Im Hof der Schweizer Botschaft kam es zur Explosion. Verletzt wurde nach Polizeiangaben offenbar niemand. Der Sprengsatz sei in den Hof geworfen worden und dann mit einem „ohrenbetäubenden Knall" detoniert, sagte ein Polizeisprecher.

Kurz zuvor hatte die Polizei die bulgarische Botschaft abgeriegelt, um ein verdächtiges Paket zu untersuchen, das per Post zugestellt worden war. Nach der Explosion in der Schweizer Botschaft sprengte die Polizei ein verdächtiges Paket vor dem Parlament. Auch in der Russischen Botschaft soll es zur Detonation gekommen sein.

Die Serie der Anschlagsversuche mit Paketbomben in Athen begann am Montag, als die Polizei Briefbomben an den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und mehrere Botschaften in der Stadt abfing. Bei der Explosion einer Paketbombe wurde am Montag eine Frau verletzt. Der Sprengsatz detonierte in den Räumen eines Paketdienstes.

Zwei Männer wurden festgenommen. Sie trugen laut Polizei Handfeuerwaffen und zwei Briefbomben bei sich. Die Polizei verdächtigte einen der festgenommen Männer, einer anarchistischen Gruppierung anzugehören, der Dutzende Brand- und Bombenanschläge zur Last gelegt werden. Die detonierte Paketbombe war nach Behördenangaben an die mexikanische Botschaft in Athen adressiert.

Im Juni vergangenen Jahres war ein Mitarbeiter des Ministeriums für Öffentliche Ordnung durch eine Briefbombe getötet worden.