SPD

Schwangere Nahles beklagt Familienfeindlichkeit

Die wohl prominenteste Schwangere der deutschen Politik kritisiert mangelnde Familienfreundlichkeit und enthüllt Elternzeit- und Erziehungspläne.

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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles will nach der Geburt ihres Kindes im Januar nach zwei Monaten wieder in den Beruf zurückkehren. „Für die ersten Monate ist geplant, dass mein Mann Elternzeit nimmt, und wir sind uns einig, dass er die Hauptverantwortung in der Erziehung übernehmen wird“, sagte Nahles der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Sie selbst wolle sich im Alltag „Inseln“ schaffen, die sie für die Familie und das Kind freihalte. „Für alle Fälle gibt es demnächst einen Wickeltisch hier im Willy-Brandt-Haus“, sagte Nahles.

Mittlerweile gebe es für eine neue Rollenaufteilung mehr Verständnis als vor zehn oder fünfzehn Jahren. Trotzdem sieht Nahles Deutschland noch nicht als kinderfreundliches Land. Im Vergleich etwa zu Schweden sei die Bundesrepublik „kein Land, das freundlich ist zu Familien und deren Lebenssituation“, sagte die SPD-Generalsekretärin.