Im aufgeheizten Konflikt auf der koreanischen Halbinsel ist es zu einem weiteren tödlichen Vorfall gekommen. Bei der Explosion einer aus Nordkorea stammenden Mine wurde ein Mann getötet und ein weiterer verletzt, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Der Sprengsatz explodierte, als die beiden Männer die Mine am Samstagabend an einem Strand im Nordwesten Südkoreas in die Hand nahmen.
In den vergangenen beiden Tagen wurden dem Bericht zufolge in dem Küstengebiet rund 30 in Holzkisten verpackte Sprengsätze aus Nordkorea gefunden. Das Militär hat daraufhin weite Teile der Strände gesperrt und die Bewohner davor gewarnt, Fundstücke aufzusammeln. Möglicherweise seien die Minen bei den jüngsten schweren Überflutungen in Nordkorea ins Meer gespült worden, berichtete die Agentur.
Die Spannungen zwischen den beiden koreanischen Staaten haben zuletzt wieder zugenommen. Im März wurden 36 südkoreanische Marinesoldaten getötet, als ihr Kriegsschiff von einem vermutlich von Nordkorea abgeschossenen Torpedo getroffen wurde.
Vor einer Woche drohte der kommunistische Norden dem Süden wegen eines gemeinsamen Manövers mit den USA mit einem „Heiligen Krieg“. Quer durch die Halbinsel verläuft eine der letzten Fronten des Kalten Krieges, an der zehntausende US-Soldaten stationiert sind.
Reuters/cn



