Vor dem G-20-Gipfel in den Vereinigten Staaten hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy damit gedroht, das Treffen bei fehlenden Ergebnissen platzen zu lassen. Sarkozys sei „äußerst entschlossen“, sagte Elysée-Generalsekretär Claude Guéant dem Radiosender RTL. Der Staatschef sei bereit, das Treffen notfalls ohne Einigung zu verlassen.
Bereits beim G-20-Gipfel im April in London hatte Sarkozy eine ähnliche Drohung ausgesprochen. Laut Guéant führt dies Entschlossenheit dazu, dass Sarkozys Plan, „den Steuerparadiesen ein Ende zu bereiten“, angenommen worden sei.
Hauptthemen des jetzt anstehenden Gipfels der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 24. und 25. September in Pittsburgh seien aus Frankreichs Sicht die Beschränkung übermäßiger Gehälter und Boni im Finanzsektor, internationale Buchhaltungsregeln und die Koordinierung der Finanzmarktwächter verschiedener Länder, sagte Guéant. „Wir müssen es unbedingt schaffen, eine Änderung herbeizuführen.“ Sarkozys Drohung, das Treffen platzen zu lassen, müsse deshalb „ernst genommen“ werden.
Sarkozy hatte kürzlich gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem britischen Premierminister Gordon Brown in einem gemeinsamen Brief das Ende garantierter Bonuszahlungen gefordert. Die drei Politiker plädieren zudem für abgestimmte internationale Regeln im Umgang mit Großbanken und einen Sanktionskatalog im Kampf gegen Steueroasen.
AFP/dpa/cn





