Bei zwei Terroranschlägen in Südrussland sind mindestens zwei Polizisten getötet und mehr als 30 Menschen verletzt worden.

In Pjatigorsk nahe der Stadt Stawropol explodierte vor einem Café eine Autobombe mit einer Sprengkraft von 30 Kilogramm TNTund verletzte mindestens 30 Menschen.

Mehrere Menschen schwebten in Lebensgefahr, wie das örtliche Gesundheitsministerium nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.

Am Vormittag hatte ein Selbstmordattentäter an der Grenze der Teilrepubliken Nordossetien und Inguschetien zwei Polizisten mit in den Tod gerissen. Drei weitere Milizionäre wurden verletzt.

Der Kreml verurteilte den Anschlag in Pjatigorsk. Präsident Dmitri Medwedjew befahl dem Inlandsgeheimdienst FSB, alle nötigen Maßnahmen zur Aufklärung des Attentats zu ergreifen.

Die Stadt ist seit Januar das Verwaltungszentrum des neuen Föderationsbezirks Nordkaukasus, dem auch die Konfliktrepubliken Tschetschenien und Dagestan angehören.

Die Region Stawropol mit ihren überwiegend russischen Einwohnern gilt im Gegensatz zu den sonst muslimisch geprägten Gegenden im Nordkaukasus aber nicht als Teil der Konfliktregion.

Im Mai waren bei einem Bombenanschlag in Stawropol sechs Menschen getötet worden. Radikale Islamisten aus Tschetschenien und Dagestan hatten wiederholt angekündigt, den Terror in das ganze Land zu tragen. Die Separatisten kämpfen gegen kremltreue Einheiten für ein von Moskau unabhängiges „Kaukasus-Emirat“. Fast täglich kommt es in dem Gebiet zu Anschlägen.

dpa/lk