Nach dem angekündigten Rückzug von NRW-Landeschef Jürgen Rüttgers aus der Politik sieht sein niedersächsischer Amtskollege, Christian Wulff (beide CDU) die Union vor einem Generationenwechsel. „Ich wünsche der CDU in Nordrhein-Westfalen, dass der fällige Generationenwechsel gelingen möge“, sagte Wulff am Freitag auf seiner Sommerreise im emsländischen Dersum. Auch die Bundes-CDU sei in der Pflicht, einen Generationenwechsel zu vollziehen. „Ein Generationenwechsel tut immer weh, weil man sich von bewährtem, von verlässlichem trennen muss, auf der anderen Seite ist darin auch immer eine Perspektive, das neue Gesichter profiliert werden“.

Die nordrhein-westfälischen Grünen haben die Ankündigung des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) als konsequent bezeichnet, alle Ämter aufzugeben. „Rüttgers hat endlich eingesehen, dass er die Wahl verloren hat und nach nur einer Legislatur abgewählt worden ist“, sagten die Landesvorsitzenden Monika Düker und Sven Lehmann am Freitag.

Rüttgers hatte am Donnerstagabend angekündigt, nur noch bis zum kommenden Frühjahr CDU-Landesvorsitzender zu bleiben. Auch sein Amt als stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender will er abgeben. Bereits in der vergangenen Woche hatte Rüttgers mitgeteilt, er werde bei der Wahl des Ministerpräsidenten nicht gegen SPD-Chefin Hannelore Kraft antreten. Auch Fraktionsvorsitzender will er nicht werden.

Nach dem angekündigten Rückzug von Rüttgers hoffen die Grünen auf eine personelle Erneuerung der CDU. Es müsse sich jetzt zeigen, „ob die CDU bereit ist zu wechselnden Mehrheiten auf der Basis ihrer eigenen Forderungen oder nur zu Fundamentalopposition“, sagten Düker und Lehmann.

dpa/pku