Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in ganz Europa beliebt. Eine Anfang Mai durchgeführte Befragung des Pew Resaerch Centers in Washington D.C. zeigt, dass 81 Prozent der Franzosen, 60 Prozent der Briten und immerhin 72 Prozent der Deutschen Merkels Außenpolitik positiv bewerten. In der Türkei dagegen glaubt man nicht an die deutsche Kanzlerin: Nur sechs Prozent der Befragten befürworten ihre Politik.

Das Forschungsinstitut ermittelt jährlich weltweit transatlantische Meinungstrends. Die sind auch in anderen Punkten interessant: Die „Obamania“ scheint sich 2010 zwar gelegt zu haben, aber der Präsident ist in der Welt und besonders in Europa nach wie vor sehr populär. 90 Prozent der Deutschen befürworten nach Obamas ersten Amtsjahr weiterhin seine Politik.

Erstaunlich ist, dass Obama trotz kritischer Haltung gegenüber Israel in den muslimischen Ländern nun weniger Zustimmung findet. Obwohl der US-Präsident 2009 Ägypten und die Türkei besuchte, sanken seine Werte dort besonders stark.

Dennoch beeinflusst Obama das weltweite Bild von Amerika positiv. Nach wie vor sind die Sympathien für die USA deutlich größer als in der Ära Bush. Auch die Deutschen sind nicht zum Antiamerikanismus zurückgekehrt: 63 Prozent äußerten sich positiv.

Aber Meinungen schwanken bekanntlich: Überraschend ist, dass im Mai, als die Umfrage durchgeführt wurde, nur 32 Prozent der Deutschen an den WM-Sieg glaubten. Das könnte sich mittlerweile geändert haben.