Bundesregierung

Schwarz-Gelb fällt in Umfrage auf Jahrestief

Union und FDP gelingt es nicht, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Auch die Kanzlerin persönlich verliert an Popularität.

Foto: REUTERS

Die Regierungskoalition schafft es nicht, im Ansehen der Bürger zu steigen. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage von „Stern“ und RTL fällt die Union im Vergleich zur Vorwoche um 1 Punkt. Damit erreicht sie erneut ihr Jahrestief von 30 Prozent. Die FDP sinkt in der Wählergunst ebenfalls um 1 Punkt auf ihr Jahrestief von 5 Prozent.

Gemeinsam kommen Union und Liberale damit nur noch auf 35 Prozent. Das ist der schlechteste Wert seit zehn Jahren. Bei der Bundestagswahl im September 2009 hatten Union und FDP zusammen 48,4 Prozent erzielt.

Besser als für die Koalitionsparteien sieht es für die Opposition aus. Die SPD erreicht 27 Prozent (plus 1), die Linke 12 Prozent (plus 1). Die Grünen erreichen zum dritten Mal in Folge ihr Rekordhoch von 18 Prozent. Mit zusammen 57 Prozent liegen SPD, Grüne und Linke also 22 Punkte vor dem Regierungslager.

Wie ihre Koalition hat auch Kanzlerin Angela Merkel an Popularität verloren. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich im Vergleich zu SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier nur noch 39 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden, 4 Punkte weniger als in der Woche zuvor. Es ist Merkels schlechtester Wert seit dreieinhalb Jahren. Für Steinmeier würden 29 Prozent stimmen.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern": „Der Kanzlerin gelingt es nicht, den Bürgern Ängste vor den Folgen des Sparpakets zu nehmen.“ Die schlechten Werte für die FDP führte er darauf zurück, dass ihr Chef Guido Westerwelle nicht als Außenminister präsent sei. Zudem nähmen die Bürger den Liberalen das störrische Festhalten an Steuersenkungen übel.

Für die Erhebung hatte Forsa vom 14. bis 18. Juni insgesamt 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen