Bei einer Hochzeit im Süden Afghanistans sind durch eine Explosion mindestens 39 Menschen getötet worden. Weitere 73 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung von Kandahar am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Ursache für die Explosion, die sich nahe der Hochburg der radikalen Taliban-Kämpfer ereignete, blieb zunächst unklar.
„Mindestens 39 Leichen sind geborgen worden, 73 Menschen kamen verletzt ins Krankenhaus“, sagte der Vertreter der Stadtverwaltung. „Wir wissen nicht, wie viele Opfer es noch vor Ort gibt. Und wir wissen auch nicht, ob es sich um einen Selbstmordanschlag, eine Bombe oder etwas anderes handelt.“
Die Explosion ereignete sich bei einer Hochzeit in Nangahaan nördlich der Provinzhauptstadt Kandahar in dem für Männer reservierten Bereich der Hochzeitsfeier. Viele der Opfer waren deshalb laut dem Bericht eines AFP-Journalisten aus dem Krankenhaus Männer.
Die Provinz Kandahar und vor allem ihre gleichnamige Hauptstadt sind Hochburgen der radikalislamischen Taliban, es kommt immer wieder zu blutigen Anschlägen. Diese richten sich in der Regel aber gegen die internationalen Truppen in Afghanistan oder afghanische Sicherheitskräfte – nicht gegen die Zivilbevölkerung.
AFP/tma





