US-Präsident Barack Obama ist in der Normandie eingetroffen. In Caen kam er zu einem Gespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zusammen. Darin bekräftige Obama seinen Willen, dem Iran die Hand zu reichen. Allerdings könnten die USA nicht akzeptieren, dass das Land im Nahen Osten die Weiterverbreitung von Atomwaffen vorantreibe.
Sarkozy betonte, dass „die unvernünftigen Erklärungen des Präsidenten (Mahmud) Ahmadinedschad“ nicht zu akzeptieren seien. „Wenn der Iran zivile Atomkraft will, hat er das Recht dazu – militärische Atomkraft, nein!“, sagte Sarkozy. „Die USA und Frankreich gehen in dieser Frage Hand in Hand.“
Neben dem Iran bereiten Obama und Sarkozy eine breite Palette weltpolitischer Themen – von der Wirtschaftskrise über Afghanistan und Iran bis hin zum Nahost-Konflikt. Am späten Nachmittag werden die beiden Staatschefs am Nachmittag an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie teilnehmen.
Die Gedenkfeier findet auf dem amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-Mer statt, wo rund 9.300 US-Soldaten beerdigt sind. Erwartet wurden auch der britische Premierminister Gordon Brown und der britische Thronfolger Prinz Charles sowie der kanadische Regierungschef Stephen Harper.
Obama war nach seinem kurzen Besuch in Deutschland am Freitagabend in Paris eingetroffen. Am Samstagvormittag wurden er und First Lady Michelle Obama in Caen von Sarkozy und dessen Frau Carla Bruni empfangen.
Nach der Unterredung mit Obama sagte Sarkozy, er unterstütze dessen Forderung nach einem israelischen Siedlungsstopp im Westjordanland. Im Streit um das iranische Atomprogramm appellierten die beiden Staatschef erneut an den Iran, keine Nuklearwaffen anzustreben. Obama bekräftigte den Weg der „harten Diplomatie“ mit Teheran.
AP/lac




