US-Präsident Barack Obama könnte neben seinem geplanten Besuch im Juni auch im November nach Deutschland kommen. Im Kanzleramt wird derzeit an den Plänen für den 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November gearbeitet. Dazu könnten Barack Obama sowie die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Großbritanniens und Russlands aber auch deutsche Spitzenpolitiker wie Altkanzler Helmut Kohl und der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher eingeladen werden.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, dies sei ein besonderes Datum für Deutschland und aus diesem Anlass solle es auch ein besonderes Gedenken finden. Mit welchen Gästen dies stattfinden werde, könne er aber noch nicht sagen.

Merkel und Obama hatten bei drei aufeinanderfolgenden Gipfeln in der letzten März-Woche intensiven Kontakt miteinander und haben sich gut verstanden. Wie der US-Präsident mit seinem bevorstehenden Besuch in Deutschland im Juni zeigt, ist er an historischen Themen besonders interessiert.

Er will zusammen mit seiner Frau Michelle am 4. und 5. Juni Station in Dresden und Weimar machen und dabei die Gedenkstätte Buchenwald besuchen. An der Befreiung einer Außenstelle des damaligen Konzentrationslagers war im April 1945 ein Großonkel Obamas beteiligt.

Die Bundesregierung hatte bereits deutlich gemacht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Obama im Fall seines zweiten Deutschlandbesuchs ständig begleiten werde. Offen war noch, ob der Besuch eher privaten oder offiziellen Charakter haben soll.