Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-il ist zu seinem 67. Geburtstag am Montag mit Lobeshymnen der staatlichen Medien überschüttet worden. Die Parteizeitung „Rodong Sinmun“ schrieb: „Genosse Kim Jong-il ist ein großer Politiker, ein im Himmel erzeugter Befehlshaber und ein liebevoller Vater, der das Schicksal unserer Nation und unseres Volks sichert und erleuchtet.“

Die Geburtstagsfeiern sind die ersten, seit Kim im Sommer vergangenen Jahres offenbar einen Schlaganfall erlitten hat. Dies hatte die Sorge um die künftige Entwicklung des Staates verstärkt, da Kim bislang keinen seiner drei Söhne als Nachfolger aufgebaut hat.

In Nordkorea häuften sich in den vergangenen Wochen die Hinweise auf einen möglicherweise bevorstehenden Test einer Langstreckenrakete. Erstmals gab das Land selber Hinweise auf einen geplanten Raketenstart. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete am Montag, dabei werde es sich um einen Teil des Weltraumprogramms Nordkoreas handeln.

Zuletzt hatten sich nach amerikanischen und südkoreanischen Berichten die Anzeichen für den bevorstehenden Test einer Interkontinentalrakete vom Typ Taepodong-2 in Nordkorea gemehrt. Zugleich gibt es Spekulationen, dass Nordkorea einen militärischen Raketentest erneut unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts unternehmen könnte. Das Land hatte 1998 eine Taepodong-1-Rakete über japanisches Gebiet geschickt und später von einem Satellitenstart gesprochen.

KCNA machte am Montag „feindselige Kräfte“ für die Spekulationen um die Vorbereitungen für den Start einer Langstreckenrakete verantwortlich.

Dies sei ein „bösartiger Trick“, dessen Zweck es nicht allein sei, Nordkoreas Entwicklung der militärischen Selbstverteidigung, sondern auch die wissenschaftlichen Forschungen für friedliche Zwecke zu „bremsen“.

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AP/dpa/ks