Mit der Aufforderung zu einer Bewerbung um das Präsidentenamt in vier Jahren ist die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin nach dem US-Wahlkampf in ihrem Heimatstaat Alaska empfangen worden. Begeisterte Anhänger riefen „2012! 2012!“, als Palin auf dem Flughafen von Anchorage ihre Maschine verließ. Auf die Frage von Journalisten, ob sie für das Amt des Staatschefs kandidieren wolle, antwortete sie: „Wir werden sehen, was passiert.“ Sie hoffe, in Energiefragen mit dem künftigen Präsidenten Barack Obama zusammenzuarbeiten, erklärte Palin.
Die Niederlage Palins, hatte in ihrem Heimat-Bundesstaat nach dem Wahltag für gemischte Reaktionen gesorgt. Anhänger sagten am Mittwoch, Alaskas Gouverneurin Palin sei ein guter Grund gewesen, um für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain zu stimmen. Palin sei eine Frau der klaren Worte, sagte beispielsweise der Rentner Dick Sullivan. Und der Student Will Robinson fügte hinzu, er habe für die Republikaner gestimmt, weil mit Palin als Vize-Präsidentin in Washington die Interessen Alaskas vertreten worden wären.
Andere dagegen erklärten, Palin, die gerade ihre erste Amtszeit als Gouverneurin absolviert, wäre als Vize-Präsidentin sicher überfordert gewesen. Die Studentin Kara Lyons äußerte sich mit klaren Worten: „Sie hat keine Ahnung, sie macht nicht den Eindruck, als wäre sie zur Vize-Präsidentschaft in der Lage.“ McCains Entscheidung für Palin als „running mate“ habe ihre Wahlentscheidung beeinflusst: „Vielleicht hätte ich anders abgestimmt, wenn sie nicht auf dem Wahlzettel gestanden hätte.“ Und die pro-demokratische Pam Bradley sagte, sie hoffe, Palin habe nicht die „15 Minuten Prominenz“ verbraucht, die Alaska mit Fug und Recht zustünden: „Alaska ist nämlich ein großartiger Ort“.
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