Sie gehörte zu den wenigen deutschen Schauspielerinnen, denen in den 1960er-Jahren der Sprung nach Hollywood gelang. Nun ist Elke Sommer einem Medienbericht zufolge im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ihren engsten Freundeskreis berichtet, starb die Schauspielerin am Mittwochabend (28. Oktober) in ihrem Haus im Los-Angeles-Stadtteil Bel Air. Am 5. November wäre sie 86 Jahre alt geworden.

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Dem Bericht zufolge starb Sommer nach längerer Bettlägerigkeit an Herzinsuffizienz. Eine unabhängige Bestätigung ihres Todes lag zunächst nicht vor. Die fränkische Gemeinde Marloffstein, wo Sommer ihren deutschen Wohnsitz hatte, wollte die Nachricht unter Verweis auf den Datenschutz nicht bestätigen.
Elke Sommer verlor erst im Juli ihren Ehemann
Erst drei Monate zuvor hatte die Schauspielerin einen schweren Verlust erlitten. Ihr Ehemann Wolf Walther war im Juli im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das Paar war seit 1993 verheiratet und hatte viele Jahre zwischen Deutschland und den USA gelebt.
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Bereits rund um ihren 85. Geburtstag hatte Sommer in einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ offen über ihren schwindenden Lebensmut gesprochen. „Genug ist genug – ich sehne den Tod herbei“, sagte sie damals. In den vergangenen Jahren hatte sie sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Vom Schönheitswettbewerb zum Hollywoodstar
Elke Sommer wurde am 5. November 1940 als Elke Schletz in Berlin geboren und wuchs in Franken auf. Ihre Schauspielkarriere begann eher zufällig: Während eines Italienurlaubs gewann sie 1958 einen Schönheitswettbewerb und wurde daraufhin von einem Filmregisseur entdeckt. Eigentlich hatte die sprachbegabte junge Frau Dolmetscherin werden wollen.
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Ihre erste große Hauptrolle spielte Sommer 1961 in „Das Mädchen und der Staatsanwalt“. Der mehrfach ausgezeichnete Film wurde auch in den USA gezeigt und öffnete ihr die Türen nach Hollywood. Dort stand sie mit Filmgrößen wie Paul Newman, Peter Sellers, Alain Delon, Sharon Tate, Glenn Ford und Dean Martin vor der Kamera.
Für ihre Rolle in „Der Preis“ an der Seite von Paul Newman wurde Sommer 1964 mit einem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Im selben Jahr spielte sie neben Peter Sellers in der Komödie „Ein Schuss im Dunkeln“, die zur berühmten „Pink Panther“-Reihe gehört. Sommer galt damals als Verkörperung des deutschen „Fräuleinwunders“ und wurde international als Sexsymbol gefeiert.
Rund 100 Filmrollen – später Rückzug aus der Öffentlichkeit
Im Laufe ihrer Karriere wirkte Sommer in rund 100 Film- und Fernsehproduktionen mit. Sie trat unter anderem in der „Muppet Show“ auf und machte sich auch als Theaterdarstellerin, Sängerin und Malerin einen Namen.
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Trotz ihrer internationalen Bekanntheit und zahlreicher Erfolge blieb ihr der ganz große, dauerhafte Durchbruch in Hollywood verwehrt. In späteren Jahren widmete sie sich verstärkt der Malerei und trat nur noch selten öffentlich auf. Mit Elke Sommer verliert die Filmwelt eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen ihrer Generation.
mkx mit AFP






