Es war nicht so, dass Michael Goessling sein Leben lang etwas gefehlt hätte. Vielmehr war der Mann, der in St. Louis geboren und als Säugling zur Adoption freigegeben wurde, ein Leben lang neugierig. Wer sind meine leiblichen Eltern? Wo leben sie? Wie sind sie? Auf all diese Fragen bekam er 2025 endlich Antworten. Knapp 50 Jahre später. Er fand heraus: Mein leiblicher Vater ist kein Geringerer als Michael McDonald, ein fünffacher Grammy-Gewinner und Mitglied der Rock ‚n‘ Roll Hall of Fame. Gegenüber der „New York Times“ hat Goessling nun seine Geschichte erzählt.

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Demnach telefonierten Goessling und der berühmte Sänger der Doobie Brothers erstmals im Mai 2025. Auf die Frage, was McDonald, der sich selbst „Mike“ nennt, beruflich mache, antwortete er: „Musiker“. Er erzählte außerdem, dass er gerade auf Tournee sei und bald in St. Louis spielen würde. Goessling googelte noch während des Gesprächs seinen Namen und auf einmal platzte es aus ihm heraus: „Sind Sie Michael McDonald?“. Wie die US-Zeitung berichtet, soll der US-Rockstar kurz gelacht und dann mit „Ja, ich fürchte, ja“ geantwortet haben.
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Rockstar McDonald und seine Freundin sollen gedrängt worden sein, ihr Baby zur Adoption freizugeben
Die Geschichte hinter der Adoption von Goessling ist tragisch, wenngleich ihr Ausgang für den Mann aus dem Süden der USA positiv war. In seiner Biografie schrieb McDonald, dass er in der achten Klasse gewesen sei, als seine Freundin mit Michael schwanger wurde. Beide seien dazu gedrängt worden, das Baby zur Adoption freizugeben.
Doch die Frage, was aus ihrem leiblichen Kind geworden ist, ließ beide, die immer befreundet blieben, nie los. 30 Jahre lang suchten beide nach ihrem Sohn. Erst ein Abstammungstest von McDonalds jüngerem Sohn ergab, dass dieser einen Bruder namens Michael Goessling in St. Louis hat.
Goessling war zweimal bei Konzerten der Doobie Brothers – und völlig ahnungslos
Goessling selbst hatte Glück mit dem Schicksal. „Ich war meinen leiblichen Eltern immer sehr, sehr dankbar für die Entscheidungen, die sie in meinem Namen getroffen haben, und dafür, dass sie mir eine Chance in dieser Welt gegeben haben“, sagte er gegenüber der „NYT“. Und dennoch blieben eben diese drängenden Fragen zur eigenen Identität offen.
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Anfang Mai 2025 erhielt er dann einen Brief vom Anwalt seiner lieblichen Eltern mit der Frage, ob er Kontakt zu ihnen aufnehmen wolle. Es folgte ein Gespräch mit seiner leiblichen Mutter und das überraschende Telefonat mit McDonald. Die Ähnlichkeit zwischen beiden ist nicht nur äußerlicher Natur.
Auch Goessling ist seit seiner Jugend großer Musik-Fan und schreibt eigene Lieder. Die Doobie Brothers und damit auch McDonald habe er mindestens zweimal live gesehen – ohne zu wissen, dass der Rockstar auf der Bühne sein leiblicher Vater ist.








