Sieben Stunden und 55 Minuten nach dem Start in Florida dockte die „Dragon“-Raumkapsel von SpaceX an der Internationalen Raumstation ISS an. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA war es die bislang kürzeste Zeit zwischen Start und Andocken eines US-Raumschiffs in der Geschichte der Raumstation. Die vier Astronauten an Bord sollen sechs Monate lang auf der ISS bleiben. Die Position der Raumstation zum Zeitpunkt des Starts ermöglichte die kurze Flugzeit. Die Vorgänger-Besatzung der Mission Crew-12 hatte im Februar noch mehr als 30 Stunden bis zur ISS gebraucht.

SpaceX-Crew erreicht ISS: Jessica Watkins führt Crew-13 zur Raumstation

Gestartet war die Crew-13 am Donnerstag um 11.10 Uhr Ortszeit vom Cape Canaveral Space Force Station im US-Bundesstaat Florida. Um 19.05 Uhr Ortszeit, 1.05 Uhr MESZ am Freitag, dockte die „Dragon“ am vorderen Anschluss des „Harmony“-Moduls der ISS an.

Kommandantin der Mission ist die NASA-Astronautin Jessica Watkins. Mit ihr flogen NASA-Astronaut Luke Delaney, der kanadische Astronaut Joshua Kutryk und der russische Kosmonaut Sergej Teterjatnikow zur ISS. Sie sollen etwa sechs Monate auf der Internationalen Raumstation verbringen. Dort gehören sie zur Expedition 75 und lösen unter anderem Mitglieder der Crew-12 ab, die seit Februar auf der ISS leben.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Für Watkins ist es bereits der zweite Aufenthalt auf der Raumstation. 2022 hatte die Geologin als erste Schwarze Frau an einer Langzeitmission auf der ISS teilgenommen. Mit Crew-13 führt sie nun erstmals selbst eine Raumfahrtmission als Kommandantin an. Für Delaney, Kutryk und Teterjatnikow ist es dagegen der erste Flug ins All.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Crew-13 ist ein weiterer Beweis für Amerikas unübertroffene Kompetenz in der bemannten Raumfahrt und die Stärke unserer kommerziellen Partnerschaften“, sagte NASA-Administrator Jared Isaacman laut einer Mitteilung. „Jessica, Luke, Joshua und Sergey werden an Bord der Internationalen Raumstation wichtige Arbeit leisten und uns gleichzeitig dabei helfen, die Erfahrungen und Fähigkeiten aufzubauen, die für ehrgeizige Missionen zum Mond und darüber hinaus erforderlich sind. Herzlichen Glückwunsch an die Besatzung sowie an die Teams der NASA und von SpaceX, die den heutigen Start ermöglicht haben.“

Auch interessant

Start der Crew-13 musste wegen Leck verschoben werden

Bis die Crew überhaupt abheben konnte, dauerte es länger als ursprünglich geplant. Der Start war zuvor um mehrere Wochen verschoben worden. Bei Vorbereitungen hatten NASA und SpaceX ein Leck im Antriebssystem der „Dragon“-Kapsel entdeckt. Das Raumschiff musste daraufhin überprüft und repariert werden.

SpaceX NASA Crew-13 Mission Launches to ISS
Nach nur sieben Stunden und 55 Minuten dockte die „Dragon“-Kapsel von SpaceX am „Harmony“-Modul der ISS an.© UPI/laif | UPI/laif

Auch kurz vor dem Start bereitete das Wetter Sorgen. Dichtere Wolken und mögliche Niederschläge über Florida hätten den Flug erneut verzögern können. Am Donnerstag konnte die Falcon-9-Rakete schließlich wie geplant starten.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

„Jede Raumstation-Mission trägt zu unserem Konzept für die Erforschung des Weltraums bei, und die Arbeit unserer Besatzungen gibt die Richtung für unsere Pläne vor und stellt gleichzeitig sicher, dass wir die Grenzen des Möglichen in der bemannten Raumfahrt immer weiter verschieben“, sagte Dr. Lori Glaze, stellvertretende Leiterin der Direktion für bemannte Raumfahrt der NASA am Hauptsitz der Behörde in Washington laut einer Mitteilung.

Auch interessant

Für den kanadischen Astronauten Joshua Kutryk wird die Mission auch aus privaten Gründen besonders. Während seiner Zeit im All erwartet seine Frau Ende November das dritte gemeinsame Kind.

ari/dpa