Der Mond ist nicht verschwunden. Verschwunden war nur das Interesse an ihm. Seit Apollo 17 im Dezember 1972 zum letzten Mal Menschen zum Mond brachte, sind mehr als 53 Jahre vergangen. Nun kehrt die bemannte Raumfahrt dorthin zurück. Mit Artemis II, der ersten bemannten Mondmission seit 1972, begann Anfang April ein neues Kapitel einer alten Beziehung.
Dass es diesmal nicht bei einer symbolischen Rückkehr bleiben soll, zeigt der Fahrplan der Nasa: Für Anfang 2028 ist mit Artemis IV bereits die nächste Mondlandung geplant. Für Europa geht es dabei um mehr als nur ums Zuschauen. Nach Angaben von Forschungsministerin Dorothee Bär soll der erste europäische Astronaut auf einer Mondmission ein Deutscher sein.
Ein Name, der dabei immer wieder fällt, ist Alexander Gerst. Der Esa-Astronaut und Geophysiker war zweimal auf der Internationalen Raumstation ISS und kennt den Blick auf die Erde aus dem All aus eigener Erfahrung. Im Gespräch erklärt er, warum Artemis für ihn mehr ist als ein Prestigeprojekt, was eine Mondmission von einem Flug zur ISS unterscheidet und weshalb die neue Mondära historischer sein könnte, als vielen heute bewusst ist.
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