Uni-Mensen sind günstig und mittelmäßig. Soweit das Klischee. Die Realität sieht, zumindest was den Preis angeht, oft anders aus. An manchen Universitäten in Deutschland müssen Studierende vergleichsweise tief in die Tasche greifen, während sich die Kommilitonen anderswo gerade die zweite Portion auf den Teller schaufeln – zum ungefähr gleichen Preis.

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Zwischen der günstigsten und der teuersten Hochschulmensa Deutschlands liegen mehr als sieben Euro pro Gericht. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der digitalen Gesundheitsplattform Voy. Rund 2400 verschiedene Essen an 155 Uni- und Hochschulmensen im ganzen Land hat das Unternehmen ausgewertet. Gegessen wurde dabei vegetarisch, vegan und mit Fleisch.
Deutliche regionale Unterschiede
In Bielefeld können Studierende demnach am preiswertesten speisen. Dort schlägt ein Gericht im Schnitt mit 1,90 Euro zu Buche. An der Universität Jena ist es demnach am teuersten. Fast 9 Euro wechseln dort für eine Mahlzeit den Besitzer. Sarah Bechstein, Mitbegründerin von Voy, sagt dazu: „Eine ausgewogene Ernährung sollte für Studierende keine Frage des Geldbeutels sein.“
Die Analyse zeige jedoch, dass der Hochschulstandort einen erheblichen Einfluss darauf haben könne, wie viel Studierende für eine warme Mahlzeit bezahlten. „Wer mehrmals pro Woche in der Mensa isst, spürt diese Preisunterschiede über ein Semester hinweg deutlich.“
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Im Ranking folgen auf Bielefeld die Mensa der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und die Essensausgabe Süd der Universität Düsseldorf, mit jeweils 2,25 Euro. Den dritten Platz im Ranking belegt die Mensa des Instituts für Pharmazie der Freien Universität Berlin mit durchschnittlichen Preisen von 2,29 Euro pro Gericht, gefolgt von der Mensa TU Marchstraße in Berlin (2,41 Euro). Die Top fünf wird komplettiert von der Mensa Charité Zahnklinik in Berlin. Hier kostet ein Gericht durchschnittlich 2,56 Euro.
Studierende in Berlin kommen auch im stadtweiten Durchschnitt recht günstig an eine warme Mahlzeit: 3,04 Euro kostet ein Mensaessen in der Hauptstadt im Schnitt. Am teuersten im Vergleich ist das Mensaessen dagegen in Hamburg. Hier zahlen Studierende durchschnittlich 4,71 Euro pro Gericht.
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Pflanzliche Mahlzeiten im Schnitt günstiger
Wer sparen will, greift der Untersuchung zufolge am besten zu veganen Gerichten. Die sind mit 3,27 Euro am günstigsten im Vergleich. Vegetarische Gerichte folgen mit 3,38 Euro, während Mensagerichte, die Fleisch enthalten, auf Platz drei landen (4,24 Euro). Nur Fischgerichte sind im Schnitt noch etwas teurer.
Das teuerste Gericht wurde jedoch unter den Fleischgerichten an der Universität Wuppertal gefunden: Hier kostet ein Bœuf Bourguignon von der Rinderhüfte mit Kartoffelgratin 12 Euro. Das günstigste Fleischgericht und auch das günstigste Gericht der gesamten Untersuchung hingegen kostet nur 1,30 Euro: In der Cafeteria Bockenheim der Universität Frankfurt am Main können Studierende zu diesem Preis eine Geflügelbrühe mit Kichererbsen kaufen.

Mit rund 34,8 Prozent bildeten vegetarische Gerichte die größte Gruppe: 843 der insgesamt 2.419 untersuchten Mensa-Gerichte waren fleischlos. Es folgten 744 fleischhaltige Gerichte, 705 vegane sowie 127 Gerichte mit Fisch. Voy-Gründerin Bechstein: „Die Untersuchung macht deutlich, dass pflanzliche Gerichte im Durchschnitt die günstigste Wahl sind.“
Das zeige, dass gesundheits- und klimabewusstes Essen nicht zwangsläufig teurer sein muss – entscheidend sie Bechstein zufolge aber, „dass Hochschulen bezahlbare und ausgewogene Angebote für alle Studierenden bereitstellen“.
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