Am Kolosseum in Rom gelten ab sofort verschärfte Sicherheitsbestimmungen. Bis einschließlich den 24. Dezember wollen die Behörden rund um das römischen Wahrzeichen sowie die angrenzenden Kaiserforen mit einer „Zone der verstärkten Kontrolle“ für mehr Sicherheit sorgen. Die Verordnung der Präfektur der Stadt Rom trat am 24. August in Kraft und gilt nicht nur für das Gelände des Kolosseums, sondern auch für den Halt „Colosseo“ an der neuen Metro-Linie C.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Das flavische Amphitheater gilt als eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Roms. Dass der Ort schon lange als Problemzone mit Taschendiebstählen, Raubüberfällen sowie Drogenhandel gilt, ist bekannt. In den vergangenen Monaten häuften sich jedoch zusätzlich Berichte über gewalttätige Auseinandersetzungen und eskalierende Partys auf dem Vorplatz des Kolosseums.

Kolosseum in Rom: Bisherige Kontrollen reichen nicht aus

Die Maßnahmen umfassen unter anderem ein Zugangsverbot für vorbestrafte sowie „gefährliche“ Personen, erklärt die Präfektur. Zudem kann die Präfektur einen Platzverweis erteilen. Die Bestimmungen sind Teil einer größer angelegten Verschärfung von Sicherheitsbestimmungen in italienischen Großstädten: Auch in Mailand, Neapel, Florenz und Bologna wurden solche Zonen bereits eingerichtet.

Auch interessant

Präfekt Lamberto Giannini der Stadt Rom begründete die verschärften Maßnahmen damit, dass der öffentliche Platz vor dem Kolosseum weiter uneingeschränkt der Nutzung aller Anwohner und Touristen zur Verfügung stehen solle. „Es gibt weiterhin Gebiete, die von Raubkriminalität und Drogenhandel geprägt sind, von städtischem und sozialem Verfall gekennzeichnet sind und oft mit Ausgrenzung einhergehen“, führt der Präfekt weiter aus.

Eskalierte Party am Kolosseum in Rom: Grund für Verschärfung?

Konkreter Grund für die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen war eine ausufernde Party am 1. Juli vor dem Kolosseum von gewalttätigen Jugendlichen, die mit Feuerwerk um sich schossen. Die Polizei stieß in der Folge mit der Gruppe zusammen, wobei es zu Verletzungen auf beiden Seiten sowie mehreren Festnahmen kam. Bei dem Zwischenfall wurde nach Angaben der Präfektur ein Polizeiauto beschädigt.

Angesichts der von der Präfektur identifizierten „Risikofaktoren“, die zu neuen Sicherheitsplänen geführt haben, hat der Palazzo Valentini beschlossen, die Karte der „roten Zonen“ der Hauptstadt anzupassen. Die roten Zonen markieren Orte, an denen ein erhöhter Schutz der Öffentlichkeit notwendig ist. 

Das Kolosseum und das umliegende Gebiet sind damit nun ebenfalls Teil eines Sicherheitskonzepts, das die Stadt Rom bereits in anderen Gegenden des Zentrums einsetzt. Eine entsprechende „Zone mit verstärkten Kontrollen“ gibt es bereits rund um den Hauptbahnhof Termini und im Viertel Esquilino.