Der verurteilte Hochstapler Hendrik Holt ist weiter auf der Flucht. Einen Tag nach seinem Verschwinden soll eine E-Mail bei der Berliner Justizvollzugsanstalt eingegangen sein. Laut NDR enthielt sie eine eindeutige Botschaft: „Hendrik Holt kommt nicht zurück.“ Die Nachricht sei aus dem Umfeld des Windkraft-Betrügers verschickt worden. Die Staatsanwaltschaft habe inzwischen einen europäischen Haftbefehl gegen den 36-Jährigen erlassen.

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Zuvor meldete er sich offenbar aus Moskau. Auf seinem Instagram-Konto veröffentlichte der 36-Jährige Beiträge, die auf einen Aufenthalt in der russischen Hauptstadt hindeuten. In einer Story vor nächtlicher Kulisse schrieb Holt: „Liebesgrüße aus Moskau“. Dazu kommentierte er: „Sehr schön hier. Der Kaviar ist fantastisch“. Ein weiteres Video zeigt nach Angaben von t-online die Fassade des Moskauer Puppentheaters an der Spartakowskaja-Straße.
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Holt war nach einem Freigang nicht in die Justizvollzugsanstalt Heidering bei Berlin zurückgekehrt. „Mittlerweile liegen Tatsachen vor, aufgrund derer von einer Flucht auszugehen ist“, sagte ein Behördensprecher. Die Fahndung nach Holt läuft.
Hendrik Holt sitzt fast neun Jahre Haft ab
Holt ist 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Verfahren zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt worden. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung, Urkundenfälschung.
Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt („Holt - Der Windkraft-Schwindler“), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
Mit dpa







