Lagos de Moreno ist bei Touristen beliebt. Vor allem die gut erhaltene Kolonialarchitektur fasziniert Besucher der 110.000-Einwohner-Stadt im Westen Mexikos. Nun ist der Ort weltweit in die Schlagzeilen geraten. Jedoch nicht wegen seines Tourismus, sondern wegen einer Person, die offenbar auf spektakuläre Art und Weise Selbstjustiz übt.

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„Batman von Lagos de Moreno“ wird aktuell von der Polizei gejagt. Er soll mutmaßliche Diebe verfolgt und öffentlichkeitswirksam an Laternenpfähle geklebt haben. Das berichten mehrere mexikanische und US-Medien, darunter die „New York Post“. Insgesamt fünf Männer wurden mit silbernem Klebeband gefesselt, über einigen Köpfen hingen rosa Warnschilder mit den mutmaßlichen Verbrechen, die sie begangen haben sollen. Die Festgeklebten konnten sich nicht bewegen.

Mexiko: Selbsternannter „Batman“ klebt Diebe an Laternenpfähle

Der erste Fall wurde am 13. Juni 2026 gemeldet. Innerhalb von nur zehn Tagen kamen weitere vier Fälle dazu. Viele der Männer sollen das Wort „ratero“ ins Gesicht gekritzelt bekommen haben – das spanische Wort für „Dieb“. Einige sollen Spuren von Misshandlungen aufgewiesen haben, darunter Schnittwunden und blutige Gesichter. Rettungskräfte befreiten die festgeklebten Männer.

Wer steckt dahinter? Unklar. Der mexikanische Journalist Luis Cárdenas taufte den unbekannten Selbstjustizler auf der Plattform X „Batman von Lagos de Moreno“. Berichten zufolge soll der mexikanische „Batman“ frustriert darüber gewesen sein, dass die örtlichen Behörden zu langsam vorgegangen seien. Daraufhin soll er beschlossen haben, selbst zu handeln. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen fieberhaft nach der Person, die Selbstjustiz an den mutmaßlichen Dieben geübt haben soll. Doch bisher ist „Batman“ weiter auf freiem Fuß.

pvt