Sie soll eine der Schlüsselfiguren in der Entführung der beiden jüngsten Block-Kinder, Klara und Theo, gewesen sein: Keren T. aus Israel. Die ehemals enge Vertraute der Angeklagten Christina Block nannte sich aber auch mal „Olga“, mal „Doris White“ (Check-in Grand Elysée). Eigenen Angaben zufolge war sie bei der Luftwaffe tätig, hat Grafikdesign und Produktdesign studiert, ein Sportzentrum gemanagt und schließlich als verdeckte Ermittlerin für die Polizei in der Organisierten Kriminalität recherchiert. Ihr Wissen um Cybersicherheit habe sie von David B. gelernt. Er ist Chef der Firma „Cyber Cupula“, die für die Entführung der damals zehn und 13 Jahre alten Kinder aus Dänemark nach Deutschland in der Neujahrsnacht 2024 verantwortlich gewesen sein soll.

Als Beschuldigte in einem eigenen Verfahren hatte die Israelin bereits im Januar bei der Staatsanwaltschaft in Hamburg ausgesagt, wenige Monate später dann als Zeugin in Saal 237 – jeweils unter freiem Geleit. Doch wie glaubwürdig ist diese Zeugenaussage? Was verrät sie über den Tatablauf, was darüber, wie viel Christina Block möglicherweise gewusst hat? Die Hamburger Unternehmerin soll laut Staatsanwaltschaft den Auftrag für das Kidnapping gegeben haben. Sie bestreitet die Vorwürfe.

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