Nach dem tödlichen Absturz eines Kleinflugzeugs in einem Wohngebiet im rheinland-pfälzischen Limburgerhof ist nun bekannt, wer in dem Flieger saß. Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Polizei mitgeteilt, dass zwei Männer, die mit dem Flugzeug in Aachen gestartet waren, bei dem Vorfall ums Leben kamen. Wie die Artemed-Gruppe am Montagabend bestätigte, handelte es sich bei den Verstorbenen um den Gründer der Krankenhausgruppe, Professor Doktor Rainer Salfeld, sowie dessen „langjährigen fliegerischen Wegbegleiter und Berufspiloten“.

Prof. Rainer Salfeld
Prof. Rainer Salfeld ist bei einem Flugzeugabsturz nahe Mannheim ums Leben gekommen. Er war Gründer der Artemed-Unternehmensgruppe.© Artemed

Artemed-Gruppe trauert um Gründer: „Innovationskraft und großes persönliches Engagement

In einer Mitteilung des Unternehmens mit Sitz in Tutzing an seine Mitarbeiter wurde laut „Merkur“ von einem „unfassbaren Verlust, der uns alle schockiert zurücklässt“, gesprochen. „Salfeld war Gründer, prägende Persönlichkeit und unternehmerischer Kopf der Artemed. Über mehr als drei Jahrzehnte formte er die Krankenhausgruppe mit Weitblick, Innovationskraft und großem persönlichem Engagement“, hieß es dann in einem kurze Zeit später veröffentlichten Statement der Firma.

Auch interessant

Die Artemed-Gruppe betreibt bundesweit 19 Kliniken. Dazu zählen neben einigen Standorten in Bayern und Baden-Württemberg etwa die Havelklinik in Berlin, das Krankenhaus Tabea in Hamburg, das Krankenhaus Düren oder die Eifelklinik St. Brigida Simmerath (Nordrhein-Westfalen). Des Weiteren setzte ich Salfeld mit der zugehörigen Artemed-Stiftung weltweit für eine bessere medizinische Versorgung ein: Dazu zählen etwa ein „Street Doctors“-Projekt in Bolivien oder zwei Ärzteschiffe sowie ein Mutter-Kind-Zentrum im Irrawaddy-River-Delta in Myanmar.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Derweil geht in der kleinen Gemeinde südlich von Mannheim im Rhein-Pfalz-Kreis die Forschung nach den Ursachen für den Absturz weiter. Aktuell ermitteln die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei Ludwigshafen. „Die Flugroute und das Ziel des Fluges sind Gegenstand der Ermittlungen“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Kleinflugzeug-Absturz in Limburgerhof: Explosion erschüttert Wohngebiet

Für die Anwohner des Wohngebiets war der Absturz am Samstagvormittag ein Schock: Laut Zeugenaussagen gab es gegen 11.30 Uhr „einen Knall oder ein Explosionsgeräusch“, wie ein Polizeisprecher berichtet hatte. Das Kleinflugzeug krachte auf ein Grundstück am Ortsrand. 

Der Hauptteil der Maschine landete im Garten eines Wohnhauses, zahlreiche Trümmerteile in einem größeren Umkreis um die Stelle. Ein Teil des Flugzeugs steckte in einem Gartenzaun, andere Teile waren auf Wegen und vor Häusern verteilt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt.

Eine 66 Jahre alte Frau stürzte und verletzte sich, als sie vor den Trümmerteilen flüchtete. Weitere Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Rund um die Absturzstelle wurden weiträumige Sperrungen eingerichtet. Neben Polizei und Feuerwehr waren am Samstag auch das THW und die Notfallseelsorge vor Ort, wie auf einem Video zu sehen war.

mit dpa