Seit Michael Schumacher 2013 bei einem Skiunfall in Frankreich verunglückte, rätselt die Sportwelt, wie es dem einstigen Formel-1-Helden gesundheitlich geht. Die neue ZDF-Doku „Pferdestärke – Die Welt der Gina Schumacher“ (ab 17. April im Stream) widmet sich dem Leben seiner Tochter – und liefert zudem Einblicke, wie Schumachers Familie seither mit dem tragischen Unglück umgeht.

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Gina Schumacher gehört im Reining zu den besten Reiterinnen der Welt, ihre Mutter Corinna zu den erfolgreichsten Züchterinnen. Die Doku begleitet die beiden auf ihren Ranches in den USA und in der Schweiz und gewährt Eindrücke vom Leben der Schumacher-Frauen abseits des Rampenlichts. So offenbart Schumachers Tochter in der Doku: „Nach Papas Unfall habe ich mich wirklich reingehängt, weil ich irgendetwas machen musste. Die Pferde waren schon immer wichtig, seitdem könnte ich ohne Pferde nicht. Sie haben mir geholfen, das alles durchzustehen.“

Gina Schumacher und ihre Mutter Corinna gewähren Einblicke in ihr Leben

Die Doku von Thomas Pletzinger zeigt die angesehene Westernreiterin, wie sie im Sommer 2025 zwei weitere WM-Titel im Einzel und in der Mannschaft für Deutschland gewinnt – auf der World Reining Championship, die in Givrins auf der Ranch der Familie Schumacher vor der eindrucksvollen Kulisse am Genfer See ausgerichtet wurde. Schumachers Ehefrau Corinna organisierte die Veranstaltung, während Gina sich auf ihr Comeback im Sattel vorbereitete. Nach der Geburt ihrer Tochter hatte sie erst wenige Wochen zuvor wieder mit dem Reiten begonnen.

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Die „sportstudio“-Produktion „Pferdestärke“ schildert, wie Gina Schumacher zum Reiten kam, wie sie im Reiten eine Ruhe und Zufriedenheit gefunden hat, die ihr im ständigen Blitzlichtgewitter aufgrund ihres prominenten Vaters manchmal fehlte. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, an ihr erstes Pony, an ihre ersten Erfolge. Auch ihre Mutter Corinna berichtet von den Anfängen, bis sie heute eine der erfolgreichsten Züchterinnen der Quarter-Horses weltweit wurde.

Mutter und Tochter teilen Erinnerungen an Michael Schumacher

An vielen Stellen teilen sowohl Mutter als auch Tochter Erinnerungen mit dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister. „Michael sagte mal zu mir, da war Gina zehn: ‚Gina wird viel besser als du‘“, erinnert sich Corinna Schumacher mit gespielter Empörung an die Worte ihres Mannes. Gina sei einfach egoistischer. „Als Sportler musst du in gewisser Weise egoistisch sein, sonst wirst du nix“, so Corinna Schumacher weiter.

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Den Willen, die Beste zu sein, scheint Gina von ihrem Vater geerbt zu haben. „Sie ist genauso akribisch und genauso interessiert an jedem Detail, sie guckt sich alles an, so wie es Michael in seiner Formel-1-Karriere gemacht hat, und die Kinder es jetzt noch tun. Das ist der Lebensstil“, sagt Sabine Kehm, die ab 2010 Schumachers Managerin war und als enge Vertraute der Familie gilt.

ZDF-Doku: Tochter von Gina Schumacher wird nicht gezeigt

Die Doku begleitet Gina Schumacher auf ihrem Weg zur Weltspitze im Westernreiten, ohne dabei aber zu privat zu werden. So wird die Tochter von Schumacher und ihrem Ehemann Ian Bethke, einem ehemaligen Springreiter, nicht gezeigt, und wer gehofft hatte, zu erfahren, wie es Michael Schumacher heute geht, wird ebenfalls enttäuscht. Privates bleibt privat.

rk