Zwei vermisste Jungen aus einer Wohngruppe in Barßel (Niedersachsen) sind in Luxemburg wohlbehalten aufgefunden worden. Die Neun- und Zehnjährigen wurden am Mittwoch bei einem 30-jährigen Verwandten angetroffen und von der Polizei vor Ort in Obhut genommen, wie die Beamten aus Cloppenburg mitteilten.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Derzeit bereiteten die beteiligten Behörden eine sichere Rückführung der beiden Cousins vor, teilte die Polizei in Cloppenburg mit. Es habe weder ein Unglücksfall noch eine akute Gefährdung der Kinder vorgelegen, hieß es.

Barßel: Zwei Jungen waren seit Fußballtraining vermisst

Die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft in Oldenburg leitete gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger ein. Wie die Jungen nach Luxemburg gelangten und warum sie dorthin gebracht wurden, werde derzeit noch ermittelt.

Die beiden Cousins Nawid und Amir R. waren seit Montagnachmittag verschwunden. Der Polizei zufolge wollten sie gegen 16.30 Uhr zu einem etwa einen Kilometer entfernten Fußballtraining gehen. Dort kamen sie jedoch nicht an. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngruppe hätten daraufhin zahlreiche Anlaufstellen der Kinder überprüft und die Polizei eingeschaltet. Die Jungen wohnen seit 2025 in einer Wohngruppe in Barßel, ein Nachzug der in Afghanistan lebenden Eltern war bisher nicht möglich.

Kinder aus Barßel vermisst: Hat das Verschwinden einen familiären Hintergrund?

Die Polizei leitete eine großangelegte Suche inklusive Spürhund und Hubschrauber ein, die in der Nacht und am Dienstag fortgesetzt wurde.

Bereits am Dienstag teilte die Polizei dann mit, dass sie nicht von einer Unglück oder einer akuten Gefährdung ausgehe. Die Jungen hielten sich nach aktuellem Sachstand nicht mehr in Raum Barßel auf, stattdessen seien nun auch verwandtschaftliche Kontakte im europäischen Ausland Bestandteil der Ermittlungen.

dpa/AFP/jcst