Es gibt Momente, da müssen selbst Mediziner einsehen, dass gewisse Dinge ihre Expertise übersteigen. Denn was die Notfallchirurgen einer Klinik im französischen Toulouse am vergangenen Wochenende im Hintern ihres Patienten fanden, hatte gewaltig Zündstoff. Ihr Fund rief den Kampfmittelräumdienst auf den Plan.

Granate im Po: Klinik muss nach Fund evakuiert werden

Wie mehrere französische Medien berichten, hatte der 24-Jährige über starke Schmerzen geklagt und in der Nacht zu Sonntag die Notaufnahme aufgesucht. Dort wurde ein Fremdkörper im Gesäß des Mannes entdeckt, der operativ entfernt werden sollte. „Im Moment der Extraktion bemerkte der Chirurg, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Granate handelt“, so eine Polizei-Quelle zur Zeitung „Le Figaro“. Daraufhin sei die Polizei informiert worden und ein Kampfmittelräumdienst rückte an – sogar ein Teil der Klinik wurde abgesperrt.

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Laut France 3 handelte es sich bei der Granate um ein deutsches 37-Millimeter-Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg, das 16 Zentimeter lang war. Die Granaten wurden vom deutschen Heer in großen Zahlen eingesetzt und werden noch heute immer wieder bei Grabungen oder Bauarbeiten in Frankreich gefunden. Wie „Le Figaro“ weiter berichtete, ging von dem Geschoss aus dem Jahr 1918 jedoch keine Gefahr mehr aus.

Frankreich: Ähnliche Munitionsfunde sorgen für Aufsehen

Der Mann offenbarte schließlich, sich das Objekt selbst eingeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Toulouse teilte mit, dass von Ermittlungen wegen unerlaubten Munitionsbesitzes abgesehen werde.

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Es ist allerdings nicht der erste Fall dieser Art in Frankreich: Bereits 2022 wurde ein 88 Jahre alter Mann im südfranzösischen Toulon notoperiert. Bei ihm soll sich sogar ein noch größeres Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg im Gesäß befunden haben.